Teststrecke Airport wird zur Rennstrecke

Einträchtiges Nebeneinander: Auf dem Adolf-Würth-Airport steht ein Rennwagen neben einem Flugzeug. Das Rennteam der Universität Stuttgart nutzt den Haller Flugplatz als Teststrecke.
Einträchtiges Nebeneinander: Auf dem Adolf-Würth-Airport steht ein Rennwagen neben einem Flugzeug. Das Rennteam der Universität Stuttgart nutzt den Haller Flugplatz als Teststrecke. © Foto: Privatfoto
SWP 25.07.2014
Ein Rennwagen ist nur so gut wie sein Fahrer, eine geeignete Teststrecke ist deshalb unabdingbar", schreibt das Würth-Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Der Adolf-Würth-Airport scheint eine solche geeignete Teststrecke zu sein. Denn der Flugplatz wurde jetzt zur Teststrecke für die Fahrer des Rennteams der Universität Stuttgart. "Das Areal eignet sich hervorragend, um darauf eine umfangreiche Strecke für die Fahrer abzustecken", heißt es in der Mitteilung.

Das Rennteam der Universität Stuttgart konstruiert seine Boliden seit dem Jahr 2006 und hat jetzt bereits den neunten Rennwagen gebaut. Sein Name: F0711-9. Dieser Bolide steht kurz vor seinem ersten Wettbewerb.

Knapp 40 Mitglieder hat das Stuttgarter Rennteam. Der eigennützige Verein hat seinen Sitz am Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren. Die Mitglieder bereiten sich jetzt für die Rennen in England, Deutschland, Österreich, Italien und den USA vor. Das Team aus Stuttgart will seine erste Position in der Weltrangliste verteidigen.

Seit Anfang der 1980er Jahre konstruieren junge Studenten weltweit eigene Rennboliden, um sich damit gegenseitig auf Wettbewerben zu messen. Was zu Beginn ein Projekt parallel zum Studium war, ist heute ein Vollzeitjob für junge Menschen. Meist pausieren die Studenten für zwei Semester oder mehr, um Ihrer Leidenschaft genügend Zeit zur Verfügung zu stellen. Weltweit treten mittlerweile mehr als 500 Teams an, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.