Schwäbisch Hall Achtsam begleitet in den letzten Lebenstagen

Mitglieder des Haller Hospizdienstes nehmen an den Süddeutschen Hospiztagen in Bad Boll teil: (von links) Birgit Schrauth, Gisela Herdejost,  Karin  Breit,  Barbara  Kaspar,  Doris  von Busekist, Hanne Coskun, Reinhild Ahston, Beate Zinsmeister und Ute Ebner-Höll.
Mitglieder des Haller Hospizdienstes nehmen an den Süddeutschen Hospiztagen in Bad Boll teil: (von links) Birgit Schrauth, Gisela Herdejost,  Karin  Breit,  Barbara  Kaspar,  Doris  von Busekist, Hanne Coskun, Reinhild Ahston, Beate Zinsmeister und Ute Ebner-Höll. © Foto: privat
Schwäbisch Hall / PAMELA SEITZ 05.07.2016
Mitarbeiterinnen des Haller Hospizdienstes haben die Süddeutschen Hospiztage in Bad Boll besucht. Eine Spende hat die Teilnahme ermöglicht.

„Achtsam begleitet in den letzten Lebenstagen“ – das wünsche sich jeder Sterbende. „Für Angehörige und Pflegepersonal ist das  in der Regel nur begrenzt zu leisten“, schreibt Doris von Busekist vom Haller Hospizdienst. Sterbende achtsam begleiten – der örtliche Hospizdienst mache sich genau dies zur Aufgabe. Ehrenamtliche Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes Schwäbisch Hall gehen zu den Sterbenden nach Hause, ins Krankenhaus, in die Heime. Das sei keine einfache Aufgabe. „Umso wichtiger sind die gute Vorbereitung auf einen solchen Dienst, die laufende Unterstützung durch Supervision und vielfältige Fortbildungen“, heißt es in der Mitteilung. Es gelte, das Wissen der Ehrenamtlichen, das Miteinander im Team und die Motivation des Einzelnen zu stärken.  Das Zauberwort laute „Wertschätzung“, denn die Ehrenamtlichen bekämen nur Fahrgelder, der Dienst sei für die Betroffenen kostenfrei. „Ohne Spendeneinnahmen würde es den Hospizdienst nicht geben, da die Zuschüsse der Krankenkassen nicht entfernt ausreichen“, so von Busekist.

Ein Spender habe jetzt eine Fortbildung ermöglicht. Neun ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen des Hospizdienstes nahmen an den 17. Süddeutschen Hospiztagen in Bad Boll teil. Das Motto lautete: „Dasein genügt!?“ Die insgesamt mehr als 150 Teilnehmer konnten bei Vorträgen, einer Podiumsdiskussion über die Hospizarbeit in der stationären Altenhilfe und in Workshops viel lernen, heißt es in dem Schreiben. Ein Workshop-Thema sei beispielsweise „Sterbebegleitung“ gewesen. Die Pfarrerin Gisela Matthae trat als Clown auf und lockerte die von der Schwere der Themen getragene Atmosphäre auf.

Neben der Sterbebegleitung wird im Hospizdienst Schwäbisch Hall der Bereich „Trauerarbeit“ ausgebaut.  Auch dafür werden noch dringend Spenden gebraucht, teilt Doris von Busekist mit. Seit drei Jahren gibt es an jedem ersten Sonntag im Monat ein Begegnungscafé für Trauernde.

Infos zum Hospizdienst 

Kontakt Der Hospizdienst Schwäbisch Hall hat seinen Sitz im Brückenhof 6/1. Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch, 10 bis 14 Uhr, Donnerstag, 15 bis 17.30 Uhr. Telefon: (07 91) 9 46 36 44. Trauerbegleitung: (07 91) 9 78 25 852. E-Mail: hospizdienst-schwaebisch-hall@t-online.de.