Ilshofen „Wurden regelrecht gestürmt“

Eine Newcomerband – noch ohne Namen – rockte das Freibadfest in Unteraspach.
Eine Newcomerband – noch ohne Namen – rockte das Freibadfest in Unteraspach. © Foto: Ute Schäfer
Ilshofen / Ute Schäfer 28.06.2018
Die Aspacher lieben ihr Freibad. Deshalb haben sie es am Samstag gebührend gefeiert. Selbst bei Kälte und Wind.

Wer ist mutig und springt mit mir ins Wasser?“, fragte Bürgermeister Martin Blessing am Samstagfrüh auf seiner Homepage. Und tatsächlich fanden sich nachmittags sechs Tapfere – fünf Männer und eine Frau –, die sich vom bekanntermaßen sportlichen Bürgermeister herausfordern ließen.

200 Meter Freistil war das Ziel, und einer hatte sogar Erfolg und siegte. Benedict Dypmann aus Mannheim war’s, Aspach verwandtschaftlich verbunden. Doch weil der gleich nach dem Wettkampf von der Bildfläche verschwand, konnte ihm der unterlegene Schulz das versprochene Freigetränk nicht aushändigen. „Er soll sich bitte bei mir melden“, sagte Blessing hinterher. Er selbst wurde Zweiter. Dritte wurde die einzige Frau am Start, Jill Huber. Mit dabei waren außerdem Thomas Ehrmann, Christian Löhner, Günther Thal und Felix Huber.

Doch um das Siegen ging es bei dem Wettkampf eigentlich nicht. Am Samstag ging es vor allem um das „Aschbicher“ Freibad selbst, das mit einem großen Fest seinen 80. Geburtstag feierte. Schwimmmeister Huber hatte seit Wochen alles dafür vorbereitet. Und so waren am Samstag das komplette Schwimmbadteam aktiviert, Spiel- und Sportgeräte organisiert, Lichterketten, Lautsprecher und Flutlichtanlage installiert und nicht zuletzt eine Aspacher Nachwuchsband engagiert.

Nur trocken in die Hüpfburg

Dabei war der Wetterbericht für den Samstag mehr als bescheiden. Deshalb war gar nicht so sicher, ob sich überhaupt Festgäste – geschweige denn Festschwimmer – locken lassen würden. Aber sie ließen. Nicht nur, weil das Wetter mehr hielt als es versprochen hatte. Denn es blieb den ganzen Tag über trocken und mittags schaute sogar die Sonne heraus. Die Luft war dann gleich so warm, dass sich die Aspacher Jugend ohne Gänsehaut auf der Beckenrutsche und im Wasser tummeln konnte. Und wer wirklich fror, konnte sich in der Hüpfburg austoben. „Aber sie müssen abgetrocknet sein“, sagte der 13-jährige Ruben, der nachmittags eine der Aufsichtschichten übernommen hatte. „Nass darf man nicht in die Hüpfburg. Sonst rutschen die anderen Kinder alle aus.“

Eine weitere Attraktion des Festes war eine Aspacher Nachwuchsband, die im Freibad ihren ersten öffentlichen Auftritt absolvierte. Die Band selbst hat zwar noch gar keinen Namen, erklärte Gitarrist Louis Jourdan. „Wir sind noch in der Entwicklungsphase.“ Aber sie rockte gleich ordentlich los und spielte „alles außer Pop“, erklärten die Jungs. „Zwei eigene Stücke sind auch dabei.“ Und wenn sich noch ein Sänger finden würde, wäre das toll. „Aber er muss halt zu uns passen.“ Am 1. Januar habe sich die Band zum ersten Mal getroffen, berichtet Mathis Mößner (Bass), und seither fleißig geübt. Dritter im Bunde ist Martin Dambach (Schlagzeug).

Fußball lockt die Massen

Und weil dann abends auch noch das Fußballspiel angesagt war und Walter Huber einen Bildschirm fürs Public Viewing aufgebaut hatte, strömten die Leute spätestens dann. Auf den Bierbänken war bald jeder Platz belegt. „Es war eine Riesenstimmung“, berichtet Marc Jourdan, Gemeinderat und einer der Organisatoren des Fests: „Wir wurden abends wider Erwarten regelrecht gestürmt, haben es insgesamt auf 735 Besucher gebracht.“

Und so wurde aus dem Schwimmbadfest eine gemütliche Dorfhocketse, fast wie früher, als die Aspacher am sogenannten „Ständle“, also am Verkaufsstand des Schwimmbads, die Abende ausklingen ließen.

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