Dank "Woche der seelischen Gesundheit": Auftakt in St. Katharina

Anke Serbent-Hepp (links), Teamleiterin der ambulanten Dienste im sozialpsychiatrischen Zentrum, und die Spielgruppe samt Picknickkorb.
Anke Serbent-Hepp (links), Teamleiterin der ambulanten Dienste im sozialpsychiatrischen Zentrum, und die Spielgruppe samt Picknickkorb. © Foto: Ernst-Walter Hug
Schwäbisch Hall / ERNST-WALTER HUG 06.10.2015
Erntedank, eine Taufe und der Beginn der Woche für seelische Gesundheit beim Samariterstift prägten den Gottesdienst in St. Katharina am Sonntag.

Psychische Störungen sind weit verbreitet. Studien zufolge gibt es allein in Deutschland etwa acht Millionen Menschen mit behandlungsbedürftigen psychischen Störungen. Neben klinischen befassen sich auch religiös geprägte Einrichtungen, wie etwa die Samariterstiftung, mit Betroffenen. In Hall ist dies das sozialpsychiatrische Zentrum mit Werkstatt in der Ringstraße. Die Einrichtung beteiligt sich an der Aktionswoche für seelische Gesundheit. Der entsprechende Welttag wird am 10. Oktober begangen.

Der Auftaktgottesdienst in St. Katharina wurde gemeinsam mit dem Erntedankfest und einer Taufe gefeiert. Gestaltet wurde das Programm unter anderem von der sozialpsychiatrischen Einrichtung: mit einem Chor, betreut von Heide Zeyher, und einer von Teamleiterin Anke Serbent-Hepp sowie Katharina Wendel und Julia Kurbatov organisierten Spielgruppe, die mit einer Szene rund um einen Picknickkorb auf die Predigt von Pfarrer Christoph Baisch anspielte.

"Dankbarkeit, was soll das denn?", fragte Baisch provozierend von der Kanzel. Dankbarkeit, wenn doch die Realitäten des Lebens dem widersprechen, wenn eigene, menschliche Fehler das Gefühl der Dankbarkeit in uns erstickten? Doch genau darauf komme es an: die innere Besinnung auf die Botschaften des Lebens. Dankbarkeit heiße, unsere Fähigkeiten so einzusetzen, dass auch andere etwas davon haben - von unserer Ernte, sei sie nun realer Natur in Form von Korn und Früchten oder geistiger in Form von Wissen und Erfahrung.

Der Dank für Frieden im eigenen Leben heiße, sich für Frieden auch anderswo einzusetzen. Der Dank für das Dach über dem eigenen Kopf verbinde sich damit, sich um die zu bemühen, die ohne Heim und Heimat sind.

Info Eine weitere Veranstaltung zum Thema ist am Donnerstag, 8. Oktober, 20.30 Uhr. Im Kirchberger Kino Klappe wird dann der Dokumentarfilm "Nicht alles schlucken" gezeigt. Am Dienstag, 13. Oktober, hält Jutta Kammerer-Ciernioch in der Haller Volkshochschule von 19 Uhr an den Vortrag "Psychisch krank - und nun?". Der Film "Die schönste Krankheit der Welt" wird am Donnerstag, 15. Oktober, 20 Uhr, im Haller Kino im Schafstall gezeigt.

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