Schwäbisch Hall "Wir sanieren jetzt den Bestand"

Auf dieser Wiese an der Ecke Aschenhausweg/Raibacher Straße entsteht ein Mehrfamilienhaus. Foto: Marc Weigert
Auf dieser Wiese an der Ecke Aschenhausweg/Raibacher Straße entsteht ein Mehrfamilienhaus. Foto: Marc Weigert
Schwäbisch Hall / TOBIAS WÜRTH 04.01.2014
Ein "gestreckter Zeitplan" sieht vor, elf Mietshäuser im Bestand der Hospitalstiftung zu sanieren. Insgesamt soll das 9 Millionen Euro kosten.

Grünes Licht gibt es im Haller Gemeinderat kürzlich für ein Sanierungskonzept für verschiedene Gebäude. Die Grundstücks- und Wohnungsbaugesellschaft (GWG) vermietet und saniert sie bald im Auftrag der Hospitalstiftung. GWG-Chef Wolf Gieseke rechnet vor, dass jährlich 0,82 Millionen Euro dafür fällig werden. Elf Einheiten werden bis zum Jahr 2023 modernisiert - manche erhalten lediglich eine neue Heizung, andere werden komplett erneuert.

"Es kommen einfach mehrere Dinge zusammen", erläutert Klaus Wackenheim, Prokurist der GWG. Die Gebäude seien in die Jahre gekommen. "Wenn man langfristig den Bestand vermietbar halten will, muss man regelmäßig investieren. Das ist doch ein gutes Signal fürs neue Jahr: Wir sanieren jetzt den Bestand." Früher sei es üblich gewesen, dass auch mal ein Zimmer in einer Wohnung ohne Heizung auskam - das entspreche aber nicht mehr dem heutigen Standard. Zudem hat die Bezirks-Schornsteinfeger-Meisterin einen kritischen Blick auf die Öfen geworfen, die "nicht mehr betriebssicher" seien - wie es in der Vorlage für den Hospitalausschuss des Haller Gemeinderats steht.

"Im dümmsten Fall kann der Schornsteinfeger sagen, diese Heizung darf nicht weiterbetrieben werden", erläutert Wackenheim. Das werde nun verhindert. Nach und nach werden Gebäude am Fäßlesbrunnen, am Gänssee, im Heidweg, in der Raibacher Straße und vor allem am Aschenhausweg erneuert.

"Die Sanierung im laufenden Betrieb wäre viel teurer", sagt Wackenheim. "Auch für Mieter ist das nicht zumutbar." Der Plan sieht nun vor, für 1,2 Millionen Euro an der Ecke Raibacher Straße/Aschenhausweg einen Neubau mit zwölf Wohnungen zu errichten. Dort können dann immer die Mieter einziehen, deren Gebäude saniert werden. Somit können die leeren Gebäude auf einen Rutsch modernisiert werden. Sind die Arbeiten fertig, ziehen die Bewohner wieder zurück. "Oder sie finden gefallen an dem Neubau und bleiben gleich dort drin", meint Wackenheim.

Um die Kosten möglichst niedrig zu halten und die Hospitalstiftung nicht über Gebühr zu belasten, werden sich die Arbeiten über zehn Jahre ziehen. Wackenheim kündigt an: "Wegen der erheblichen Investitionen werden wir nicht um Mieterhöhungen herumkommen. Die werden aber moderat ausfallen. Zudem werden die Mieter hinterher wesentlich weniger Nebenkosten bezahlen müssen."

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