Gemeinderat „Wir orientieren uns am Markt“

Rosengarten / Beatrice Schnelle 06.10.2018

Bauplätze im Landkreis sind sehr gefragt. Das spürt auch die Gemeinde Rosengarten, die im künftigen Wohnpark Rosenäcker (vormals Langäcker) in Rieden 32 Baugrundstücke zwischen 429 und 699 Quadratmetern Größe ausgewiesen hat. Vier davon befinden sich in Privat- und 28 in Gemeindebesitz. Für letztere hätten sich bereits 50 Interessenten vormerken lassen, wie Bürgermeister Jürgen König dem Gemeinderat bekannt gab.

Die Fläche zwischen der Kreisstraße und dem Gelände des Riedener Sportvereins sei durch die schöne Aussichtslage besonders hochwertig, wie König betonte, bevor es darum ging, die Quadratmeterpreise für das Bauland festzulegen. In einem ersten Entwurf, den die Gemeindeverwaltung gemeinsam mit dem Planungsbüro Käser erarbeitet hatte, sind fünf Grundstücke in Rand- und Aussichtslage mit 250 Euro pro Quadratmeter verzeichnet, 13 Plätze in geschützter Mittellage sollen jeweils 230 Euro kosten, die zehn Bauplätze unmittelbar an der Ortsdurchfahrt 200 Euro je Quadratmeter.

Zehn Euro drauflegen?

Gemeinderat Gerald König ließ in Abwesenheit einen zweiten Vorschlag unterbreiten, der für Diskussionen sorgte: Er sprach sich dafür aus, die beiden Toplagen noch um jeweils zehn Euro pro Quadratmeter teurer zu machen. Die meisten seiner Kollegen fanden indes bereits die ursprüngliche Staffelung recht gesalzen. So wies etwa Gerhard Auwerder darauf hin, dass man schließlich auch junge Familien ansprechen wolle. „Wir orientieren uns am Markt, der Bedarf ist da und wird bezahlt“, erinnerte Bürgermeister König an das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Zum Vergleich legte er die ungefähren Preislisten der Neubaugebiete Lange Äcker in Michelfeld, Breiteich in Schwäbisch Hall und Taubental in Michelbach/Bilz vor. Die dort verzeichneten Summen bewegen sich zwischen 140 Euro für den Baulandquadratmeter ohne Fernwärme, Wasser und Strom in Michelfeld bis hin zu 260 Euro „all-inclusive“ auf Haller Gemarkung.

Letztlich sprachen sich 12 der 14 anwesenden Gemeinderäte gegen eine Preiserhöhung aus. In einem weiteren Punkt stimmte das Gremium Gerald König allerdings zu: Er hatte sich auch dafür ausgesprochen, vier Bauplätze am Langäckerweg von der Randlage in die mittlere Lage hochzustufen.

Das Finanzierungsvolumen für die Erschließungsarbeiten inklusive Grunderwerb bezifferte Kämmerer Andreas Anninger auf rund drei Millionen Euro. Dazu kämen die Kosten in Höhe von rund 350 000 Euro für die Leistungen der Stadtwerke Schwäbisch Hall, die die Grundstücke an Gas, Strom und Wasser anschließen werden. Die Finanzierung erfolge über einen Bank-Treuhandvertrag, so Anninger.

Laut Terminplan sollen die Erschließungs- und Straßenbauarbeiten bis Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. In den nächsten Wochen werden den Kaufinteressenten die Informationsmaterialen zugesandt. 

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