Referenten aus Politik, Wissenschaft sowie Wirtschaft versprechen erneut tiefe Einblicke. Beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer sind unter anderem in Schwäbisch Hall zu Gast: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Ifo-Außenwirtschaftschef Gabriel Felbermayr sowie die Vorstandsvorsitzenden von Siemens und Porsche, Joe Kaeser und Oliver Blume.

„Unser Kongress ist branchenübergreifend, wir bieten eine breite Spanne“, lobt Walter Döring das Gipfeltreffen, das vom 5. bis 7. Februar in Schwäbisch Hall stattfinden wird. Start ist am Dienstagabend in der Kunsthalle Würth. Weiter geht es am Mittwoch und Donnerstag in der Bausparkasse beziehungsweise im Carmen-Würth-Forum.

So lange es funktioniert

Das Gipfeltreffen geht 2019 in die neunte Runde. Und wie sind die Perspektiven? „Ich mache das so lange wie es funktioniert“, sagt der ehemalige Landeswirtschaftsminister und ergänzt „in Schwäbisch Hall“. Döring könne sich nicht vorstellen, an einem anderen Standort als Mitveranstalter aufzutreten.

Gala in Künzelsau

Einen inhaltlichen Schwerpunkt hat das Gipfeltreffen nicht. Nach wie vor gilt das Thema „von den Besten lernen“. Digitalisierung, Fachkräfte und Internationalisierung seien Punkte, um die der Kongress nicht herumkomme und zu denen es interessante, wegweisende, vielleicht auch spannende Einblicke geben könnte.

Als einen wichtigen Schritt bezeichnet Kongress-Gründer Walter Döring den örtlichen Wechsel des Galaabends vom Haller Neubau-Saal ins Künzelsauer Carmen-Würth-Forum. 2018 wurde erstmals in die Nachbarstadt, an den Sitz des Würth-Konzerns, gewechselt. „Die Würth-Philharmoniker sorgen dort für einen starken Einstieg in einen entspannten Abend“, sagt Walter Döring.

Erfolg durch Hartnäckigkeit – seit Jahren hat sich Walter Döring um Nicola Leibinger-Kammüller und Joe Kaeser bemüht. Leibinger-Kammüller gilt als Deutschlands Vorzeigemanagerin, zumindest was den Mittelstand betrifft. Die promovierte Philologin führt den Entwickler und Hersteller von Werkzeugmaschinen und Lasern, Trumpf. Das Unternehmen selbst bezeichnet sich als Markt- und Technologieführer.  Um die 59-Jährige nach Schwäbisch Hall zu holen, bot ihr Döring offenbar an, den Kongresstermin nach ihrem Zeitplan einzurichten. Sie spricht am Vorabend beim sogenannten Kamingespräch in der Kunsthalle Würth.

„Kann nicht mehr anders“

Auch mit Siemens-Chef Joe Kaeser ist Döring seit Langem in Kontakt. „Jetzt kann ich nicht mehr anders“, habe Kaeser wissen lassen und für 2019 zugesagt.

„Ich renne das ganze Jahr durch die Gegend und stehe bei möglichen Referenten auf der Matte“, sagt Walter Döring über seine Vorbereitungen für die Kongresse. Als ehemaliger Wirtschaftsminister Baden-Württembergs hat der Haller noch heute gute Kontakte.

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tausend Mitarbeiter beschäftigen die Siemens AG sowie deren Tochtergesellschaften. Vorstandsvorsitzender ist Joe Kaeser. Er ist 2019 zu Gast in Schwäbisch Hall.

Chinesischer Optimismus


Großes Interesse an einem Kongress, wie er in Schwäbisch Hall stattfindet, haben
offenbar Partner aus China. Walter Döring war in diesem Jahr zu Gast im Reich der Mitte. Dort plant man offenbar für 2020 eine ähnliche Veranstaltung. „Mit wie viel Optimismus die Chinesen voranschreiten, ist schon klasse“, zeigt sich der Haller beeindruckt.

Das Gipfeltreffen versteht sich als Kongress, zu dem sich Manager von großen und kleinen Unternehmen anmelden können. Nur für Teilnehmer, die ein Ticket lösen, ist die Veranstaltung zugänglich. Die Teilnahmegebühr kostet zwischen 490 (für Start-ups und Nachwuchstalente aus dem Mittelstand) und 1890 Euro (Banken, Berater, Kanzleien, Beteiligungsgesellschaften).

Reinhold Würth rief 2005 das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung Baden-Württemberg ins Leben. Es wird das Ziel verfolgt, Schulen an Wirtschaftsthemen heranzuführen. Dieses Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung stellt erstmals Schulrektoren und Lehrern ein Kontingent von 50 Plätzen zur Teilnahme am Gipfeltreffen zur Verfügung. just