Braunsbach Baustelle der Burgenlandhalle läuft gut

Braunsbach / Norbert Acker 17.07.2018
Die Sanierungsarbeiten in der Braunsbacher Burgenlandhalle laufen auf vollen Touren. Bei der Finanzierung liegt man gut im Kostenrahmen. Probleme hat der Aufzug bereitet.

Der Haller Architekt Wolfgang Kuhn steht in der Sporthalle der Burgenlandhalle und zeigt an die Decke. „Wir wollen mit einfachsten Mitteln auch etwas zur Verbesserung der Akustik machen“, erklärt er. Gerüste ragen bis nach oben, Handwerker schaffen fleißig, um die schweren Beschädigungen durch die Sturzflut vom 29. Mai 2016 zu beseitigen. „Wir sind gut in der Spur“, ergänzt Bauleiter Georg Häfele. Er ist mehrmals in der Woche vor Ort, um die Fortschritte bei der Sanierung und Modernisierung der Halle zu beobachten.

Wie eine Zahnarztplombe

Davon haben Kuhn und Häfele auch gerade erst im Braunsbacher Gemeinderat berichtet. Besonders zu knacken hatten die Planer und die Handwerker an dem geplanten Aufzug im hinteren Foyerbereich, der die Halle in Zukunft barrierefrei macht. „Für die Fundamentarbeiten haben gerade mal 50 Quadratmeter zur Verfügung gestanden“, erzählt Häfele. „Das zu lösen, war wie das Ziehen einer Zahnarztplombe“, ergänzt Kuhn. „Da habe ich wochenlang drüber nachgedacht.“ Haarig sei zum Beispiel die Abstützung der rückwärtigen Wand im Hang gewesen. Nur über eine Bauleiter sind die Arbeiter in den Kellerbereich gelangt, auf engstem Raum musste gearbeitet werden – und eben nicht nur am Fundament. Dieses ist mittlerweile gegossen, überall in der Halle geht es voran.

Momentan arbeiten zwischen sechs und acht Leute täglich in der Halle, erklärt Häfele. Bisher seien die Gewerke Rohbau, Aufzug, Sanitär, Heizung, Lüftung, Elektro, Zimmerer, Trockenbau, Estrichbau, Verglasung und Schlosserarbeiten vergeben. Das bedeute einen Leistungsumfang von 1,419 Millionen Euro, was unter der Kostenberechnung in Höhe von 1,423 Millionen Euro liege. „Wir sind glücklich mit den Ausschreibungen“, sagte Architekt Kuhn dazu im Gemeinderat. Seit Anfang des Monats laufe die nächste Ausschreibungsrunde, unter anderem für weitere Schlosserarbeiten, Innen- und Außenputz, Innentüren und -zargen, Fliesen- und Plattenarbeiten, den Sportboden, Bodenlegearbeiten. Hier kommen rund 346 000 Euro zusammen. „Es stehen noch Ausschreibungen für Malerarbeiten, die Prallwand, die Bühnentechnik, die Küche, Schreinerarbeiten, beispielsweise für Einbauten und Garderobe, sowie die Außenanlagen und die Eingangsfassade aus“, ergänzte Häfele.

Versicherung zahlt den Großteil

Am Ende wird die gesamte Sanierung und Modernisierung der Halle auf rund 2,6 Millionen Euro kommen. „Einen Großteil übernimmt die Versicherung“, sagt Braunsbachs Bürgermeister Frank Harsch, während er sich vor Ort mit Kuhn und Häfele mit den Plänen beschäftigt. Davon ausgenommen seien Maßnahmen, die zwar nötig sind, aber eben nicht zu den Sturzflutschäden gehörten – beispielsweise die Akustikarbeiten. „Den Rest finanzieren wir über das Stadtsanierungsprogramm des Landes“, so Harsch. Die Anträge seien schon eingereicht.

Im Gemeinderat hatte Architekt Kuhn noch einmal unterstrichen, dass man mit dem endgültigen Abschluss der Arbeiten im Mai kommenden Jahres rechne. Aber man habe noch ein Zwischenziel im Auge: Wenn möglich, sollen die Kinder der Braunsbacher Grundschule schon im Dezember wieder Sportunterricht in der Sporthalle bekommen. „Der Rosensteinsaal wird auch enorm aufgewertet“, ergänzt Kuhn. „Mit der Halle wird es sein wie mit dem Phönix aus der Asche.“ Das Bestreben aller an der Planung Beteiligten sei, die Halle freundlicher und wärmer zu gestalten. Beispiele für Holzmaterial hatte er im Gemeinderat mit Fotos vorgestellt. „Das werden wir aber alles noch detailliert im Gestaltungsausschuss besprechen“, so Kuhn.

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