Pflegeheim „Wertvolles Projekt für die Gemeinde“

Der Spatenstich symbolisiert den Baubeginn. Vor dem Projektschild stehen (ab 4. von links) Margarete Greiner, Bürgermeister Wolfgang Binnig sowie die Bauherren und Investoren Andrea und Michael Ranft. Mit dabei sind Vertreter der am Bau beteiligten Firmen.
Der Spatenstich symbolisiert den Baubeginn. Vor dem Projektschild stehen (ab 4. von links) Margarete Greiner, Bürgermeister Wolfgang Binnig sowie die Bauherren und Investoren Andrea und Michael Ranft. Mit dabei sind Vertreter der am Bau beteiligten Firmen. © Foto: Mit dem Spatenstich wird der Baubeginn symbolisiert. Vor dem Projektschild stehen (von links) Margarete Greiner, Bürgermeister Wolfgang Binnig sowie die Bauherren und Investoren Andrea und Michael Ranft. Mit dabei sind Vertreter der am Bau beteiligten Firmen. Foto: Jochen Korte
Michelfeld / Jochen Korte 13.10.2018

In der Michelfelder Ortsmitte tut sich was: Seit Monatsbeginn wird auf einer großen Wiese an der Bürkhofstraße der Boden abgetragen. Die Gemeinde Michelfeld hat mit dem Bau der Erschließungsstraße schon im August begonnen. Beim symbolischen ersten Spatenstich am Mittwoch ist die mehr als 6200 Quadratmeter große Fläche bereits plan abgeschoben. Arbeiter sind dabei, die neue Straße zu schottern. Bauleiter Stefan Hauf weiß, dass sie schon am Dienstag asphaltiert werden soll. Doch erst einmal steht der Baubeginn des 8,4-Millionen-Euro-Projektes im Mittelpunkt.

„Das wird ein ganz wertvolles Projekt für die gesamte Gemeinde“, führt Bürgermeister Wolfgang Binnig aus. Er spricht von einem Tag der Freude, von einer zukunftsgewandten und zeitgemäßen Altenhilfe, die von der Ranft-Gruppe in Kooperation mit der Diak-Altenhilfe entstehe. „Das Projekt ist ein Glücksfall für die Gemeinde“, so Binnig. Die Ranft-Gruppe aus Bad Mergentheim hat den zweigeschossigen Neubau für 60 Dauer- beziehungsweise Kurzzeitpflegeplätze in vier familiären Wohngruppen à 15 Personen konzipiert. Die Diak-Altenhilfe wird das Objekt auf 25 Jahre anmieten und betreiben.

Planung im Hau-Ruck-Verfahren

„Die Planungen haben vor zwei Jahren begonnen. Wir haben sie mit hoher Taktzahl vorangetrieben. Der Bebauungsplan wurde im Hau-Ruck-Verfahren aufgestellt“, blickt der Bürgermeister auf die „ambitionierten und sportlichen“ Ziele zurück. Dass auch der halbe Gemeinderat beim Spatenstich zugegen ist, unterstreicht, dass das Vorhaben breite Unterstützung erfährt. Binnig geht auch auf die Diak-Altenhilfe ein, mit der man seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeite. Er dankt den Investoren und Bauherren Andrea und Michael Ranft. Letzterer unterstreicht das effektive und vertrauensvolle Miteinander und lobt die Partnerschaftlichkeit. In der nächsten Woche gehe es los. Er spricht auch den problematischen Baugrund an, weil das Grundwasser ziemlich weit oben liege. Doch das bekomme man in den Griff. Seit 15 Jahren baue die Gruppe Pflegeheime als Partner des Diaks. Ranft stellt die „Super-Fachlichkeit“ des Partners und die vertrauensvolle Kooperation heraus.

Die 60 vollstationären Pflegeplätze sollten ein Höchstmaß an Wohnlichkeit und Heimeligkeit vermitteln. Ende 2019 / Anfang 2020 solle das Haus fertig sein.

„Die Zusammenarbeit mit der Ranft-Gruppe macht einfach Spaß“, sagt Margarete Greiner, Geschäftsführerin der Diak-Altenhilfe. Als sie 1985 in die Altenpflege gegangen sei, habe sie sich gewünscht, dass ihre Visionen wie mit diesem Projekt umgesetzt würden. „Jede Einrichtung wird ein Stück besser als die vorherige. Wohnnormalität soll hergestellt werden. Ein Pflegeheim kann ein Zuhause nicht ersetzen, den Umzug aber leichter machen“, führt die Fachfrau aus. Im Haus würden etwa 40 Vollzeitkräfte beschäftigt.

Alles barrierefrei

Das zweigeschossige Pflegeheim werde nicht unterkellert, so Michael Ranft. Den Hochbau übernimmt die Stauch-Baugruppe aus Kupferzell. Es gebe nur Einzelzimmer, alle mit Dusche und WC. Alle Wohnungen sind barrierefrei zugänglich. Für den Weg ins Obergeschoss hat Architektin Andrea Ranft einen Aufzug geplant.

Areal ist in etwa so groß wie ein Fußballfeld

Für die Gemeinde wird mit dem Pflegeheim ein langgehegter Wunsch Wirklichkeit. Bereits im Jahr 2013 hatte die Verwaltung die Wiesengrundstücke, die dem Pflegeheim und der neuen Straße den Namen geben, gekauft. Auf dem vorderen Teil des Areals zur Bürkhofstraße wird das Pflegeheim „Haus am Wiesenblick“ gebaut. Im hinteren Teil soll ein Geschosswohnungsbau in barrierefreier Form entstehen. Dort können laut Bebauungsplan in zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss 20 bis 30 Wohnungen in unterschiedlichen Größen und Zuschnitten entstehen. Über das Winterhalbjahr will der Gemeinderat, der noch auf der Suche nach einem Bauträger ist, die endgültigen Entscheidungen treffen. Ziel ist, dass das Wohnprojekt möglichst zeitgleich zum Pflegeheim bis Mitte 2020 steht.

Die Teilfläche „Altenhilfe“ umfasst eine Fläche von 4080 m2, der Grundstücksteil „Wohnen“ umfasst 2210 m2. Das Areal ist in etwa so groß wie ein Fußballfeld. kor

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