Jeweils 50 000 Euro sollen in den Haushalt 2017 für die Versorgung von Hebammen und für ein stationäres Hospiz im Landkreis Schwäbisch Hall bereitgestellt werden. Das empfiehlt der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Schulen dem Kreistag, der am 20. Dezember auch darüber entscheidet. „Wer wird Träger des Hospizes? Das ist der größte Knackpunkt“, sagt Landrat Gerhard Bauer im Ausschuss. Der Landkreis Schwäbisch Hall werde sicher nicht Träger. Die Verwendung des Geldes werde dann konkreter, sobald es einen Träger gebe.

„Gibt es Misch-Trägerschaften?“, fragt Jens Zielosko (CDU) nach. „In Baden-Württemberg nicht, darüber hinaus habe ich keinen Überblick“, antwortet Sozialdezernent Thomas Haag. „Wo wird der Standort sein?“, will Siegfried Trittner (Freie) wissen. „Wir haben darüber gesprochen“, so der Landrat. Gerhard Bauer betont, dass die intensiven Gespräche mit den Akteuren im Landkreis Ansbach fortgesetzt werden sollen.

Zudem finde am 16. Dezember ein Gespräch mit Vertretern des Hospiz- und Palliativverbandes Baden-Württemberg zur weiteren Vorgehensweise statt. Außerdem seien Gespräche mit den ambulanten Hospizdiensten notwendig, da diese in die stationäre Hospizarbeit einzubinden seien.

„Sie führen nur Gespräche mit Vertretern des Landkreises Ansbach. Was ist mit dem Main-Tauber-Kreis, mit dem Hohenlohekreis?“, fragt Bettina Wilhelm (SPD). Die SPD hatte beantragt 150 000 Euro für ein stationäres Hospiz in den Haushalt 2017 zu geben, die FDP 50 000 Euro. Der Hohenlohekreis habe derzeit vor allem mit Blick auf die Krankenhausdiskussion in Künzelsau andere Probleme, und der Main-Tauber-Kreis sei räumlich ganz anders orientiert, die Wege seien zu weit, antwortet Haag.

Zum Thema Hebammen im Landkreis hat die gemeinsame Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen und ÖDP einen Antrag gestellt, um freischaffende Hebammen mit 50 000 Euro zu unterstützen. Die SPD-Fraktion brachte dafür einen Antrag für 100 000 Euro in den Haushalt 2017 auf den Weg.