Genossenschaft Handel: „Wer denkt, kauft näher ein“

Schwäbisch Hall / swp 18.05.2017
Die Dorfläden in Gottwollshausen und Gailenkirchen verzeichnen einen Umsatzrückgang von 1,23 Prozent. Es wird kein Überschuss erzielt.

Dass noch viel mehr Menschen sich von  diesem Gedanken leiten lassen, vor Ort einzukaufen, wünschen sich Vorstand und Aufsichtsrat der Dorfläden in Gottwollshausen und Gailenkirchen. Ihr Motto: „Wer weiter denkt, kauft näher ein.“

Das war der Tenor in der zwölften Mitgliederversammlung der Dorfladengenossenschaft im evangelischen Gemeindehaus in Gottwollshausen. Die Genossenschaft hat derzeit  334 Mitglieder, schreibt sie in ihrem Bericht.

Vorstand, Aufsichtsräte und ehrenamtliche Helfer der Genossenschaft investieren Zeit und Arbeitskraft, um die Bürger von Gailenkirchen und Gottwollshausen zu versorgen. Den Laden in Gottwollshausen gibt es seit zwölf Jahren, der Laden in Gailenkirchen feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen.

 Vorstandsmitglied Stephan Werner informierte die 38 anwesenden Mitglieder über die Aktivitäten. Der Bruttoumsatz reduzierte sich gegenüber 2015 um 1,23 Prozent.  2016 konnte, vor allem bedingt durch höhere Personalkosten, kein Jahresüberschuss erzielt werden.

Ortsvorsteher Hartmut Pawlitzki dankte bei der Versammlung den beiden Verkaufsteams und  allen Helferinnen und Helfern der Dorfläden. Aufsichtsratsvorsitzender Martin Gsell sagte: „Wir würden uns freuen, wenn sich noch mehr ehrenamtliche Helfer für unsere Läden finden würden.“

 Helmut Kaiser und Martin Scheerer wurden als Aufsichtsräte einstimmig erneut gewählt. Neu hinzu kam Ralf Burger. Ausgeschieden sind Bernhard Glück und Günter Hartmann. Da Gabriele Stohlmann aus dem Vorstand ausschied, musste neu gewählt werden. Neu im Vorstand ist Beke Schlipf, deren Wahl  ebenso wie  die von Vorstandsmitglied Joachim Härtel, der wiedergewählt wurde, einstimmig erfolgte.

Einstimmig wurde von den Mitgliedern beschlossen, die Satzung der Genossenschaft so zu ändern, dass künftig die Mindestzahl der Vorstände aus drei Personen (bisher fünf) bestehen  soll.

Ziel der Dorfläden ist es, die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs durch ein ausreichendes Angebot an frischen Backwaren, Obst, Gemüse, Molkereiprodukten und sonstigen Lebensmitteln zu angemessenen Preisen sicherzustellen – und nebenbei ein Kommunikationszentrum im Dorf zu erhalten.