Bundesgartenschau Heilbronn Regionale Betriebe stellen sich vor

Am Heilbronner Neckarufer wird längst daran gearbeitet, dass die Bundesgartenschau ein Erfolg wird.
Am Heilbronner Neckarufer wird längst daran gearbeitet, dass die Bundesgartenschau ein Erfolg wird. © Foto: ht
Region / Jürgen Stegmaier 09.08.2018
In Heilbronn präsentieren sich nächstes Jahr auch Handwerksbetriebe und Kommunen aus dem Kreis Schwäbisch Hall.

Mit der Bundesgartenschau will sich Heilbronn 2019 nicht allein in Szene setzen. Das Sommerfest mit bundesweiter Bedeutung soll auch die passende Plattform bieten für eine Präsentation des gesamten Landstrichs, von Hausen am Bach bis Hausen an der Zaber, von Herrenzimmern bis Frauenzimmern, vom Neckar bis zu Main und Tauber. Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) ist sicher: „Diese Buga wird dazu beitragen, das Bewusstsein für die Zusammengehörigkeit der Region zu stärken.“ Gerade in diesem Aspekt sieht er „ein weiteres Erfolgsmerkmal“.

Die Tourismus- und Marketingexperten der Stadt Schwäbisch Hall stehen bereits in den Startlöchern. Wie die Vertreter der Gemeinden Mainhardt und Ilshofen, gehören sie zu den Interessenten für einen viel beachteten Auftritt auf der regionalen Bühne.

Guter Zulauf

Direkt am Nordeingang, wo vor allem die Busreisenden das 40 Hektar große Gelände betreten werden, ist reichlich Platz für die Selbstdarstellung der von Andreas Schumm geführten Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken (WHF). Das Forum werde Kommunen, Organisationen und Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt: „Wir haben schon einen ganz guten Zulauf.“

Die WHF lässt sich die Werbung in eigener Sache für einen Stadt- und vier Landkreise 600 000 Euro kosten. Der von Reinhold Würth gegründete Verein Pro Region steuert 200 000 Euro bei.

Ein rotes Band aus Holz und Metall soll auf einer Länge von 164 Metern den „Am Puls der Zeit“-Pavillon des Landkreises Heilbronn (Kosten: 500 000 Euro) mit dem futuristisch anmutenden PR-Bauwerk der Handwerkskammer (Kosten: 140 000 Euro) verbinden. Handwerker-Präsident Ulrich Bopp möchte auf 170 Quadratmetern gerne die drängend­sten Probleme seiner Zünfte lösen – den Mangel an Fachkräften und an Nachwuchs.

Dass Wirtschaftsförderer und Handwerker ins Buga-Boot steigen, ist ganz im Sinne von Geschäftsführer Hanspeter Faas: „Das ist eine richtig klasse Region mit unglaublich schöner Landschaft und einer bärenstarken Wirtschaft.“ Die Bauwerke und die Darbietungen versteht er als „Spiegel der Region und ihrer Qualität“. Der Standort dafür liege „extrem attraktiv“ am Neckar. Vielversprechend ist schon der Name: Zukunftspark.

Hanspeter Faas, der 2011 auch die Bundesgartenschau in Koblenz gemanagt hat, stellt bereits einen Zusatznutzen für die Heilbronner Nachbarschaft fest: „Reiseveranstalter fahren ganz stark auf die Region ab.“ Die Gegend von Wertheim bis Lauffen, von Crailsheim bis Eppingen sei „eine ganz wichtige und notwendige Ergänzung“. Der Fachmann verweist auf Studien, wonach über 80 Prozent der Buga-Besucher wieder in die Region kommen wollten: „Da geht es kontinuierlich nach oben.“

130

Berufsbilder aus dem Handwerksbereich sollen bei der Buga hervorgehoben werden. Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken hat 12 300 Mitglieder, davon 2730 aus dem Landkreis Schwäbisch Hall.

Erstmals nach 41 Jahren wieder im Südwesten

Die Bundesgartenschau in Heilbronn wird am 17. April 2019 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet. Sie dauert bis 6. Oktober. An diesen 173 Tagen werden rund 2,2 Millionen Besucher erwartet. Für die letzte Bundesgartenschau in Baden-Württemberg war Stuttgart 1977 Gastgeber. Die übernächste Buga richtet Mannheim 2023 aus.

Wer ein besonderes Souvenir von der Heilbronner Bundesgartenschau ergattern möchte, sollte mit der Handwerkskammer Kontakt aufnehmen. Der Pavillon der Kammer ist nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Danach muss die runde, vielfach gegliederte Konstruktion entsorgt werden – am liebsten ohne Geld aus der Verbandskasse. „Wenn ihn jemand selber abbaut“, sagt Handwerkskammerpräsident Ulrich Bopp, „sind wir schon glücklich.“

Ganz besondere Botschafter werden die Besucher im regionalen Bereich empfangen. Sechs bis zehn Schwäbisch-Hällische Schweine der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft sollen dort grunzen. Sie können sich suhlen direkt vor einem nagelneuen 127-Zimmer-Stadthotel namens „Harbr“ und dort ein bisschen für Landluft sorgen.

Hanspeter Faas, der 2011 auch die Bundesgartenschau in Koblenz gemanagt hat, stellt bereits einen Zusatznutzen für die Heilbronner Nachbarschaft fest: „Reiseveranstalter fahren ganz stark auf die Region ab.“ Die Gegend von Wertheim bis Lauffen, von Crailsheim bis Eppingen sei „eine ganz wichtige und notwendige Ergänzung“. Der Fachmann verweist auf Studien, wonach über 80 Prozent der Buga-Besucher wieder in die Region kommen wollten: „Da geht es kontinuierlich nach oben.“ hgf

In den ersten Jahrzehnten fanden die Bundesgartenschauen zumeist in Metropolen statt. Seit Mitte der 1990er Jahre wurden auch kleinere Städte als Gastgeber ausgewählt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel