Feier „Schön ist es, in Aschbich zu sein“

Turbulente, spannende und lustige Szenen gestalten die Akteure der Theatergruppe mit ihrem überzeugend einstudierten Theaterstück „Matroschka“. Dafür ernten sie viel Beifall.
Turbulente, spannende und lustige Szenen gestalten die Akteure der Theatergruppe mit ihrem überzeugend einstudierten Theaterstück „Matroschka“. Dafür ernten sie viel Beifall. © Foto: Fritz Rehm
Fritz Rehm 08.01.2018

Der erste Vorstand des Gesangvereines Oberaspach, Manfred Löw, ist sichtlich erfreut: Die Franksche Scheune ist bis auf den letzten Platz gefüllt und auf der Bühne formiert sich die stattliche Anzahl von Kindern des in diesem Jahr mitwirkenden Aspacher Kinderchores.

Unter dem neuen Chorleiter Brady Swenson präsentieren sie sich und bekennen musikalisch frisch und frei: „Schön ist es, in Aschbich zu sein.“ Im selbst gedichteten Liedtext besingen sie ihre Herkunftsorte und deren Sehenswürdigkeiten und Eigenarten. Es gefällt den Zuhörern und einer bemerkt: „Das könnte das neue Heimatlied werden.“

Reise nach Botswana

Manfred Löw, der informativ moderierend durch das Abendprogramm führt und selbst in Chören mitsingt, kündigt die Liedbeiträge des Männerchores an. Unter der Leitung des Dirigenten Eduard Wacker führt die musikalische Reise nach Botswana. Eindrucksvoll gestaltet der Chor den Gospelsong: „Sana, sananina, praise the Lord“, frei übersetzt: „Heilig sei dein Name.“ Die 21 Sänger überzeugen mit ausgeprägter Dynamik und einem zum Schluss prächtig anschwellenden Akkord. „Raindrop keep falling on my head“ hinterlässt durch überraschende Tonartwechsel und melodisch ausgefeilte Einsätze einen starken Eindruck. Der Jägerchor aus der Oper „Der Freischütz“ kommt mit starkem Wohlklang zum Vortrag. Obwohl schon oft gehört: Durch den ausdrucksstarken Charakter des Chores wirkt er wie neu belebt. Nach dem Klassiker im Dreivierteltakt: „An der schönen blauen Donau“, mit dezenter Klavierbegleitung durch Wacker, fordern die Zuhörer eine Zugabe, die mit „Sounds of Silence“ erfüllt wird.

Es wird mucksmäuschenstill, als Quattro A 4 auf die Bühne kommt. Überhaupt: das Publikum verfolgt über den ganzen Abend hinweg die Darbietungen hochkonzentriert, still, ohne störende Geräusche und geizt nicht mit Beifall. Lukas Merz, Joshua Fuchshuber, Friedrich Löw jun., Christian Löhner und Eduard Wacker lassen ohne Instrumentalbegleitung ihre Stimmen ertönen. Als Quattro A 4 setzen sie alle Möglichkeiten der Ton- und Harmoniebildung ein: Hauchen die Töne, lassen sie anschwellen, sanft ausklingen und bringen sie auch selbstsicher mehrstimmig zu Gehör. Auch der gemischte Chor des ChorWerks kommt beim Publikum an. Denn „Lollipop“, „Dein ist mein ganzes Herz“ sind mitreißende Songs, die mit swingenden Bewegungen der Sänger und teilweiser Klavierbegleitung durch Eduard Wacker den Geschmack der Zuhörer treffen.

Geburtstagsgrüße aus Russland

Gemeinsam mit dem Männerchor rundet die „Aschbichfassung“ von dem Song „König von Deutschland“ das musikalische Programm ab. Die Theatergruppe um Annette und Reiner Gräter zeigt das Theaterstück: „Matroschka“. Die Kriminalkomödie über Geburtstagsgrüße aus Russland erhält den Spannungsbogen bis zum überraschenden Schluss. Ein Besucherpaar, Gundi Arbeiter und Siegfried Abel, extra aus Ostfildern angereist, ist vom Chor und dessen Entwicklung fasziniert und vom Gesamtprogramm hochgestimmt.

Weitere Aufführung in der Frankschen Scheune

Die nächste Aufführung des Gesangvereins ist am 13. Januar. Beginn: um 19.30, Saalöffnung um 18.30 Uhr.

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