Landkreis Hall Kreis-Hospiz soll im Herbst gegründet werden

Schwäbisch Hall / Marcus Haas 12.07.2018
Der Vertrag zum stationären Hospiz im Landkreis wird noch fein abgestimmt. Gründung soll im Herbst sein.

Seit April 2015 arbeitet eine Projektgruppe auf Kreisebene daran, ein stationäres Hospiz im Landkreis Schwäbisch Hall auf den Weg zu bringen. Sozialdezernent Thomas Haag und Landrat Gerhard Bauer geben den aktuellen Stand im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Schulen wieder.

Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass nach der Sommerpause alle Beschlüsse und Genehmigungen vorliegen und die „Stationäre Hospiz Schwäbisch Hall GmbH (gemeinnützig)“ noch im Herbst 2018 gegründet wird. Es gibt einen breiten Konsens unter möglichen Gesellschaftern, dass ein stationäres Hospiz im Landkreis gebraucht wird. Eine Trägergesellschaft bildet sich, der Vertragsentwurf ist noch im Umlauf und in der Feinabstimmung. Die Gesellschafter werden voraussichtlich ein Stammkapital von je 20 000 Euro einbringen.

Christliche Grundsätze

„Ich sage es offen. Der Vertragsentwurf muss noch abgestimmt werden. Wenn der Oberkirchenrat beteiligt ist, dann dauert das schon“, erklärt Landrat Bauer im Ausschuss, woran es hakt. Das wird auch in der Vorlage deutlich: „Der Vertragsentwurf bedarf aus Sicht der Evangelischen Kirche einer deutlichen Schärfung in Bezug auf die christlichen Grundsätze  der Hospizarbeit.“ Neben der kirchlichen Seite kommen der Krebsverein Schwäbisch Hall, die Hospitalstiftung Schwäbisch Hall und der Landkreis Schwäbisch Hall als Gesellschafter in Betracht. Der Krebsverein hat bereits zugesagt und zur Hospitalstiftung gibt es einen Beschluss. Es fehlt noch ein Beschluss für den Landkreis.

Am Rande des Teurershofs

Kranken- und Pflegekassen übernehmen 95 Prozent der Kosten, der Rest plus eine Summe X wird vom Hospiz selbst getragen. Die Kosten für das Hospiz mit acht Plätzen werden auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt. Der Kreistag hat 50 000 Euro im Haushalt dafür budgetiert, der Krebsverein Schwäbisch Hall gibt eine Anschubfinanzierung in Höhe von 200 000 Euro.

„Die Entwicklung ist sehr positiv, aber der entscheidende Durchbruch fehlt noch. Wie wird der Abmangel verteilt, ist das final geregelt?“, fragt Siegfried Trittner (Freie) im Ausschuss zu den Restkosten, die selbst aufgebracht werden müssen. „Nein, noch nicht. Es gibt aber einen Förderverein“, antwortet Haag. Spenden könnten voll dafür verwendet und müssten nicht in ein Gebäude investiert werden, weil die Haller Hospitalstiftung das Hospiz auf dem Bier-Areal am Rande des Haller Teurershofs errichten und an die Gesellschafter vermieten wird.

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