Schulen sollen näher an Wirtschaftsthemen herangeführt werden. Aus dieser Idee entstand das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung Baden-Württemberg. Es wurde 2005 von Reinhold Würth ins Leben gerufen. Angesiedelt ist es unter dem Dach einer Würth-Stiftung.

Anfang Februar veranstaltet das Kompetenzzentrum sein zwölftes Symposium. Das Besondere daran: Es ist an das Gipfeltreffen der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall angedockt. Bis zu 50 Lehrern und Schulleitern soll es ermöglicht werden, Einblicke in die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen von Unternehmen zu erhalten.

Impuls und Diskussion

Das Symposium in Schwäbisch Hall beginnt an dem Tag, an dem das Gipfeltreffen endet – am Donnerstag, 7. Februar. In der Kunsthalle wird Walter Döring über den Weltmarktführerkongress berichten. Der Unternehmer Reinhold Würth spricht über „Impuls und Diskussion“. Diesem Thema widmet sich auch Susanne Eisenmann, Baden-Württembergs Kultusministerin. Von Anfang an kooperierten das Kompetenzzentrum und das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. Am zweiten Tag, Freitag, 8. Februar, treffen sich die Teilnehmer im Waldenburger Panoramahotel zur Fortsetzung des Symposiums.

„Die Verbindung von Schulen und Wirtschaft sollte enger werden, um die ökonomische Kompetenz von jungen Leuten zu stärken“, macht Professor Harald Unkelbach deutlich. Der promovierte Mathematiker ist Präsident der IHK Heilbronn-Franken, seit 1980 Geschäftsführer der Adolf Würth GmbH und Co. KG sowie Leiter der Akademie Würth.

„Unsere Welt ist im Umbruch und wird sich nachhaltig verändern. Megatrends wie Digitalisierung, Globalisierung, Migration und Individualisierung prägen uns und unsere pluralistische Gesellschaft zunehmend. Verantwortungsvolles und wertorientiertes Handeln, Empathie sowie die Fähigkeit zur Perspektivübernahme sind im privaten Umfeld, wie auch im Arbeitsleben, wichtig und essenziell für unser demokratisches Zusammenleben“, schreibt das Kompetenzzentrum in seiner Einladung.

Das Symposium in Schwäbisch Hall und Waldenburg steht unter dem Motto „Persönlichkeit bilden: Werte stärken in Zeiten der Umbrüche“.

Das Kompetenzzentrum für Ökonomische Bildung vergibt jährlich auch den Würth-Bildungspreis. Dieser fördert nach eigenen Angaben Schulprojekte, in denen sich Schülerinnen und Schüler selbstbestimmt, verantwortlich und teamorientiert auf die Bewältigung ökonomisch geprägter Lebenssituationen vorbereiten können. „Insbesondere Projekte, die unternehmerisches Denken und Handeln in den Mittelpunkt stellen, werden unterstützt“, schreibt die Stiftung.

Auf kluge Köpfe angewiesen

„Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist auf kluge Köpfe angewiesen, die auch den Mut haben, ihre Ideen später einmal in ihrem eigenen Unternehmen zu verwirklichen. Dies möglichst früh zu fördern, ist das Ziel des Würth-Bildungspreises“, erklärt der Unternehmer Reinhold Würth.

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Teilnehmer erfasst eine Studie über die ökonomische Kompetenz von Schülern in Baden-Württemberg und deren Einstellungen zu wirtschaftlichen Phänomenen. Eines von zahlreichen Ergebnissen: Schüler der 11. Klasse mit Fachunterricht Wirtschaft waren besser als jene ohne Fachunterricht. Der Effekt war jedoch nicht signifikant.