Neuer Bau ist fertig „Meilenstein“ für Kita-Kinder in Hessental

Zur Eröffnungsfeier in der neuen Zottele-Kita hat OB Pelgrim bunte Lebkuchenherzen für alle Kinder mitgebracht.
Zur Eröffnungsfeier in der neuen Zottele-Kita hat OB Pelgrim bunte Lebkuchenherzen für alle Kinder mitgebracht. © Foto: Beatrice Schnelle
Schwäbisch Hall / Beatrice Schnelle 08.11.2018
Containermodule, aber alles dran und drin: Die neue, private Kita in Hessental ist offiziell eröffnet.

Noch ebnet der Bagger vor der Tür das Erdreich, damit die Außenflächen kindgerecht gestaltet werden können. Ansonsten ist die neue Zottele-Kita an den Wasenwiesen in Hessental fertiggestellt. Immer mehr Kitas im Land würden per Kran vom Himmel herunterschweben, sagt Monika Rehberger, Inhaberin der Zottele-Dienstleistungsgesellschaft, bei der Eröffnungsfeier.

So auch das neue Gebäude neben der seit 2013 bestehenden Kinderkrippe mit demselben Namen. Zehn Containermodule mit insgesamt 162 Quadratmetern Grundfläche wurden auf Fundamente gestellt, mit Holz verschalt und einem gemeinsamen Dach bedeckt. Das Unternehmen von Rehberger ist Mieter der Räume.

Offiziell ein Provisorium

270 800 Euro hat sich die Stadt das Bauwerk kosten lassen. Obwohl es offiziell nur fünf Jahre stehen bleiben darf, da es als Provisorium gilt. Wonach es allerdings nicht im Entferntesten aussieht: Hell fällt das Licht durch die großen Fenster und Terrassentüren. Akustikdecken dämmen den Schall. Die Wände sind weiß tapeziert, der Linoleumboden grasgrün.

Als das Wort „Container“ fiel, hätten erst mal alle mental dichtgemacht, erinnert sich Edgar Blinzinger, Leiter des städtischen Fachbereichs Jugend, Schule und Soziales, an den Beginn der Planungen. Nun seien die Zweifler eines Besseren belehrt worden. „Es ist richtig schön geworden“, lobt auch Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim, „ich denke, hier haben wir einen Meilenstein aufgestellt.“ Die Investition sei jeden einzelnen Euro wert. Der Raum Hessental entwickle sich weiter, der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen wachse zusehends. Man könne durchaus noch mehr Freiraum gebrauchen, deutet der Oberbürgermeister die Möglichkeit einer Erweiterung des modularen Baus an. Beim Blick nach draußen habe er festgestellt: „Platz wäre da.“ Über eine Verlängerung nach Ablauf der Fünfjahresfrist darf also mindestens spekuliert werden.

Im benachbarten Zottele-Kinderhaus werden 15 Kleinkinder bis drei Jahre betreut. Um die 20 Ü-3-Kinder passen in die neue Kita. Die Leitung hat Sabine Kohnle übernommen. Sie und drei weitere Mitarbeiterinnen tragen das bunte Zottele-Logo am blütenweißen Hemdkragen.

Eine Maßnahme zur Stärkung der Corporate Identity, die der OB wohlwollend zur Kenntnis nimmt Monika Rehberger habe damals nach einigen Diskussionen innerhalb der Verwaltung die erste privatwirtschaftliche Kinderbetreuungseinrichtung in Hall etablieren können, blickt Pelgrim zurück. Das Kinderhaus wurde von einem Investor gebaut und finanziert, der dort über einen Franchise-Vertrag das Zottele-­Konzept umsetzte. Als dieser Betreiber 2016 ausstieg, kaufte die Stadt das Gebäude und setzte das Unternehmen von Rehberger als Träger ein.

Tierische Fachkräfte

Die Gruppen seien von Anfang an voll belegt gewesen: „Die Idee, dass Sie nicht nur auf menschliche, sondern auch auf tierische Fachkräfte zurückgreifen, hat eindeutig Zuspruch gefunden“, lächelt der OB. Später schaut er persönlich im kleinen Zottele-­Zoo vorbei. Ob sich die Zwergziegen Paulchen und Emi, die flauschigen Kaninchen und das niedliche Pony ebenso über den hohen Besuch gefreut haben wie der sich über sie, war nicht festzustellen.

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