Das Auto ist nicht das Nonplusultra, dem sich alles unterordnen muss", meint Ralf Burger. Der 59-Jährige sagt, dass er nichts gegen Autofahrer habe, er sei selbst einer. Aber er betont: "Auch die Radfahrer gehören dazu." Sie dürften nicht als "Verkehrsanhängsel" gesehen, sondern müssten als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer respektiert und wahrgenommen werden. Burger: "Mir geht es um das Miteinander im Straßenverkehr."

Um darauf aufmerksam zu machen, hat Burger eine Fahrradtour durch Hall initiiert - die Idee dazu hatte er vor vier Jahren aus Frankfurt mitgebracht. Am Freitagabend radelten also auch in Hall etwa 30 Haller durch die Stadt. Es ging vom ZOB über Crailsheimer Tor, Stadtwerke zum Bahnhof. Die weiteren Stationen: Scharfes Eck, Spitalbach, Markt-, Haal-, Salinenstraße und Heimbacher Gasse.

Die Aktion war ein Teil der mittlerweile weltweiten "Critical Mass"-Bewegung, die für mehr Rechte von Radfahrern und eine bessere Infrastruktur eintritt (wir berichteten).

Burger sagt, dass laut Straßenverkehrsordnung ein Verband von mindestens 16 Radfahrern nicht getrennt werden darf und als ein Fahrzeug gelte. Das bedeutete auch für die Tour durch Hall am Freitagabend: Fuhr der erste Radler bei Grünlicht über die Ampel, durften das die anderen dahinter alle auch tun.