Untersontheim Hahnenwettkrähen beim Sommerfest

Sie kamen beim Hahnenwettkrähen auf die vorderen Plätze (von links): Nele Neshyba mit dem Dritten „Hugo“, Tilo Neshyba mit Sieger „Huhnbert“ und Marius Braun mit dem zweiten „Schorsch“.
Sie kamen beim Hahnenwettkrähen auf die vorderen Plätze (von links): Nele Neshyba mit dem Dritten „Hugo“, Tilo Neshyba mit Sieger „Huhnbert“ und Marius Braun mit dem zweiten „Schorsch“. © Foto: Rainer Richter
Obersontheim / Rainer Richter 25.07.2018
Trotz Regens verbuchen die Untersontheimer Sänger und Züchter am Wochenende viel Zulauf.

Der Höhepunkt des zweitägigen Fests von Gesangverein und Kleintierzuchtverein Untersontheim war das Hahnenwettkrähen am Sonntag nach dem Gottesdienst. Völlig unblutig und amüsant verlief dieser Wettkampf. Viele Besucher harrten eine halbe Stunde aus, um dem Wettkrähen zu lauschen.

Manche hatten gleich ihren Favoriten auserkoren. Das Kampffeld war international besetzt. Asiatische, italienische und belgische Hähne traten in den Wettstreit. Groß gegen Klein, Schönheit gegen Zwergwuchs, heisere Stimme gegen volltönendes Kikeriki, die ganze Palette unterschiedlichster Krählaute erfüllte die Luft.

Dem aufmerksamen Beobachter boten sich interessante Schlussfolgerungen an: Die Kleinsten machten den größten Lärm. Die diesjährige Generation Hähne, die sich am Sonntag im Wettkampf maß, ist nachbarschaftsfreundlich und hält sich offenbar mehr zurück als im letzten Jahr: Zehn von 15 Hähnen krähten überhaupt nicht. Einen Titel zweimal hintereinander zu gewinnen, scheint schier unmöglich.

Auch der Champion-Nachwuchs strebt nicht dieselben Ehren an. Während Jürgen Däschlers Hannibal 1 beispielsweise schon souverän siegte, ließ sich am Sonntag Hannibal 2 nur einmal zum Krähen verleiten. Außerdem sprechen die gefiederten Freunde verschiedene Sprachen. Während ein deutscher Hahn kikeriki kräht, ruft ein französischer Hahn cocorico. Bei manchen Lauten kamen den Zuschauern Zweifel, ob das überhaupt Kräher waren. Vielleicht waren es auch Hilferufe. Man weiß schließlich kaum, wie Hähne auf die vielen Zuschauer seelisch reagieren.

Mit 48 Krähern auf Platz eins

Immerhin: Die drei Sieger brachten sich voll ein. Tilo Neshybas „Huhnbert“, ein Antwerpener Bartzwerg, gewann mit 48 Krählauten. Den zweiten Platz belegte „Schorsch“, ein Holländer, von Marius Braun mit 43 Krähern. Den dritten Platz „Hugo“, ebenfalls ein Antwerpener Bartzwerg, von Nele Neshyba mit 29 Kikeriki. Ein mögliches Erfolgsgeheimnis: Experte Tilo Neshyba hat beobachtet, dass die großen Hähne meistens nur morgens krähen, die Zwerghähne aber den ganzen Tag.

Spielstraße in der Turnhalle

Das Fest litt etwas unter der Witterung. In einer Regenpause am Samstag gelang es noch, den geplanten Fackellauf durchzuziehen. Die Spielstraße für Kinder wurde in die Turnhalle verlegt. Der Sonntag brachte auch erst am Abend einen Witterungsumschwung. Aber das bekannt gute Essen sorgte dafür, dass sich zum kulinarischen Teil viele Besucher einfanden.

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