Schwäbisch Hall / TOBIAS WÜRTH  Uhr
Die Verwaltung prüft derzeit, wie man Lieferwagen aus der Fußgängerzone verbannen kann. Die Händlervereinigung "Hall aktiv" ist gegen die Idee einer neuen Brücke und ist für den Erhalt von Parkplätzen.

Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim erläutert auf Nachfrage den Grundgedanken: "Wir wollen die Aufenthaltsqualität verbessern. Und das geht nicht, wenn Durchgangsverkehr durch die Fußgängerzonen rollt." Er will den Haalplatz aufwerten und die Schwatzbühlgasse vom Lieferverkehr befreien. Pelgrim: "Der Gemeinderat hat beschlossen, Alternativen zu prüfen und mit Euro-Beträgen zu versehen" (siehe Kasten).

In der Zwischenzeit stellt die Händlervereinigung "Hall aktiv" diese Analyse der Ausgangssituation in Frage. Sie teilt mit: "Der Vorstand von ,Schwäbisch Hall aktiv plädierte entschieden dafür, den momentanen Zustand mit sehr wenigen Fahrzeugen in den Fußgängerstraßen der Innenstadt beizubehalten." Vorsitzender Harald Barg erläutert auf Nachfrage: "Für die wenigen LKW, über die wir in der Innenstadt sprechen, findet sich eine Sonderlösung." Man könnte nochmals auf die Lieferzeiten (von 18 Uhr abends bis 11 Uhr morgens) hinweisen oder über einen Zulieferservice per Elektromobil nachdenken. Dazu müssten die Waren an einer zentralen Stelle außerhalb der Fußgängerzone gesammelt und weiterverteilt werden.

Diese Idee erläuterte kürzlich Grünen-Stadtrat Reinhard Huppenbauer beim Treffen seiner Fraktion mit den Vorsitzenden der Händler. In der französischen Stadt La Rochelle würde das funktionieren. Allerdings schränkt Barg ein: Für diesen Service seien die Händler in Hall nicht bereit, zu zahlen. Man könne dafür aber ganz leicht das eingesparte Geld aus den geplanten Brücken- oder Rampenbauten dafür verwenden.

Der Vorstand von "Hall aktiv" stellt sich gegen die wichtigsten Alternativen, die derzeit im Spiel sind. "Wir wollen keine Brücke", erläutert Harald Barg die Devise. Und: "Der Ort des Parkens entscheidet über die Kundenströme in den Straßen." Daher sei es wichtig, den Haalplatz für Autofahrer zu erhalten. 1015 Fahrzeuge werden dort im Laufe eines Tages abgestellt.

Pelgrim sagt: "Ich kenne die Mail von ,Hall aktiv nicht." Grundsätzlich will er alle sinnvollen Möglichkeiten prüfen. "Denkverbote hat es in Hall noch nie gegeben. Ich bin nicht der, der Dinge von vornherein ausschließt." Die Planungen für den Haalplatz gingen richtig los, wenn ein neuer Stadtbaumeister gefunden sei.

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