Obersontheim "Gute Seele unserer Gemeinde"

Nicht nur Kaffee und Kuchen: Erste-Hilfe-Kurs bei den Fischachtaler Landfrauen.
Nicht nur Kaffee und Kuchen: Erste-Hilfe-Kurs bei den Fischachtaler Landfrauen. © Foto: Privatfoto
Obersontheim / MARGITTA SCHMIDT 21.03.2014
Vielfältig ist das Angebot des Landfrauenvereins Fischachtal. Sie sind ein wichtiger Teil des Gemeindelebens, stellt Obersontheims Bürgermeister Trittner fest. Die Gruppe feierte nun ihr 30-jähriges Bestehen.

Seit 30 Jahren gibt es den Landfrauenverein Fischachtal. Die Mitglieder feierten das Bestehen im internen Kreis mit einem gemütlichen Abend. Mundartautor Karl Mündlein sorgte für ein unterhaltsames Programm.

Der Verein hat zwei Mutter-Kind-Gruppen, ein Eltern-Kind-Turnen und eine Gymnastikgruppe für Frauen. Viele Veranstaltungen sind aus dem Gemeindeleben kaum mehr wegzudenken wie die Seniorennachmittage und Adventsfeiern für Senioren der Gesamtgemeinde. Bei diesen Feiern sorgen die drei Landfrauenvereine Obersontheim, Untersontheim und Fischachtal abwechselnd für Kaffee, selbst gebackene Kuchen, Vesper, Dekoration und Programm.

Bereits seit 25 Jahren bietet der Verein im Rahmen des Kinderferienprogramms das Bedrucken von T-Shirts an. 40 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren nehmen an zwei Nachmittagen daran teil und es gibt immer eine Warteliste. "Bestimmt 1000 T-Shirts sind da schon bedruckt worden", freut sich die Vorsitzende Bettina Bullinger. In unregelmäßigem Abstand finden Ortsbesichtigungen in den umliegenden Weilern statt. "Wir schauen, was sich verändert hat oder wer wo zuhause ist. Das schärft den Blick für die Heimat und kommt ganz super an", berichtet Bullinger.

Statt der Vorsetz, zu der vor allem Jüngere nur wenig Bezug hatten, gab es im Januar den "Neujahrsständerling". Mit Gulaschsuppe, restlichem Weihnachtsgebäck und einem Schnäpsle wurde am Lagerfeuer gefeiert.

"Gute Vereinsarbeit ist nur durch unser engagiertes Vorstandsteam möglich, das überall mitzieht", so Bullinger. Der Vereinserhalt sei eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben, denn trotz Mutter-Kind-Gruppen fehle es an neuen Mitgliedern. Die Landfrauen helfen gern, wenn Firmen um Unterstützung bei Festen bitten, berichtet Bullinger weiter. Sie bedauert aber, dass die Landfrauenvereine noch zu oft auf ein Kaffee-und-Kuchen-Image reduziert werden: "Viele wissen nicht, was wir alles tun, zum Beispiel Frauen ins Berufsleben bringen."

Bürgermeister Siegfried Trittner weiß das Engagement der emsigen Frauen zu schätzen: "Die Landfrauen sind die gute Seele in unserer Gemeinde. Sie sind immer hilfsbereit und nie fordernd." Innovative Bildungsprogramme und Sportangebote gäben viele gesellschaftliche Impulse. "Die Landfrauen muss man einfach mögen."