Sportverein FV Wüstenrot weiht Kunstrasenplatz ein

Peter Wild lässt den Ball tänzeln, eingerahmt von Harald Schneider (von links, Leonhard Weiss), Bürgermeister Timo Wolf, Jürgen Hübner (FCN) und Nico Rack (VfB).
Peter Wild lässt den Ball tänzeln, eingerahmt von Harald Schneider (von links, Leonhard Weiss), Bürgermeister Timo Wolf, Jürgen Hübner (FCN) und Nico Rack (VfB). © Foto: Gustav Döttling
Wüstenrot / Gustav Döttling 25.07.2018
Der Fußballverein Wüstenrot benennt seinen neuen Platz nach seinem Vorsitzenden Peter Wild, dem „Motor des Projekts“.

Peter Wild, Vorsitzender des FV Wüstenrot, und Bürgermeister Timo Wolf spielen sich mit Nico Rack vom VfB Neuhütten und Jürgen Hübner vom FC Neulautern im Mittelkreis des neuen Kunstrasenplatzes beim FV Wüstenrot den Ball zu. „Ich bin baff“, sagt Peter Wild, als sein Verein ein Transparent „Peter Wild Kunstrasenplatz“ am Ballfangzaun entrollt. Die Namensgebung hat der FV-Ausschuss „für den Motor des Projekts“ beschlossen, erklärt Ausschussmitglied Thorsten Gähl. Peter Wild und Timo Wolf führen beim Eröffnungsspiel den Anstoß aus. Wild schießt symbolisch das erste Tor zur Platzeinweihung. Mit 2:7 muss sich dann der Bezirksligist FV Wüstenrot nach gutem Start dem Oberligisten TSG Backnang bei der Platzpremiere beugen. Ein weiterer Höhepunkt der Einweihung steht am Sonntag an: Beim mit Nachwuchsteams von Bundesligisten hochrangig besetzten U 14-Cup siegt die C-Jugend des FC Bayern München.

Modernste Bauart

Das Wüstenroter „Platzwunder“ möglich gemacht hat die Zusammenarbeit des Vereins und der Kommune und dem Hohenloher Bauunternehmen Leonhard Weiss. Für die Möglichkeit, das Gelände hinter dem bestehenden Waldsportplatz mit Baustellenaushub als Unterbau des neuen Platzes aufzufüllen, spendierte das Bauunternehmen der Gemeinde und dem Sportverein quasi zum Nulltarif ein Spielfeld mit Kunstrasen modernster Bauart der Firma Polytan – inklusive Flutlicht, Ballfangzäunen, Ersatzbank und Eckfahnen. Solche Plätze hat auch der FC Bayern München auf seinem Trainingsgelände. Selbst die Zufahrt zum Platz hat das Unternehmen hergestellt.

Die Platzeinweihung startet am Samstag mit einem Mini-Turnier der Wüstenroter Sportvereine. „Für uns wird heute nach zehn Jahren planen und bauen ein Traum wahr“, begrüßt Peter Wild am Spielfeldrand des neuen Kunstrasenplatzes die zahlreichen Einweihungsgäste. 2008 habe es erste Überlegungen für ein solches Spielfeld gegeben. Nach intensiven Gesprächen mit der Gemeinde und den örtlichen Vereinen fiel die Standortwahl auf das Gelände beim Waldsportplatz. 2012 beschloss der Gemeinderat eine Sonderförderung und den Abschluss einer Nutzungsvereinbarung zwischen den Vereinen und örtlichen Schulen für das geplante Kunstrasenspielfeld. „2015 war dann ein bedeutendes Jahr, Architekt Manfred Schoch hat den Kontakt Leonhard Weiss hergestellt“, blickt Wild zurück. Im Herbst 2016 begann die Auffüllung. Knapp zwei Jahre später feiern Vereine und Kommune mit der Öffentlichkeit die Einweihung des Spielfeldes. Peter Wild würdigt besonders den Einsatz von Erich Fritz als ehrenamtlicher Bauleiter des Vereins: „Er war jeden Tag da und hat den Bau für uns gemanagt.“ Der Kunstrasenplatz sei eine große Bereicherung für die ganze Wüstenroter Bevölkerung. „Auch für mich hat sich mit der Planung und dem Bau des Kunstrasenplatzes ein Traum als Architekt erfüllt“, sagt  Manfred Schoch. „Wir sind sehr stolz, Teil dieses erfolgreichen Projekts zu sein“, erklärt Harald Schneider, Projektleiter bei Leonhard Weiss.

„Die Zusammenarbeit war toll, Leonhard Weiss ist ein professioneller Partner, auf den wir uns vom Baggerfahrer bis zum Projektleiter immer verlassen konnten“, zieht FV-Bauleiter Erich Fritz eine positive Bilanz.

Eine Viertelmillion Euro gespart

Finanzielles Peter Wild, Vorsitzender des FV Wüstenrot, gibt den Wert des neuen Kunstrasenplatzes mit 950 000 Euro an. Durch den außergewöhnlichen Deal mit der Firma Leonhard Weiss – der FV stellte das Gelände für Aushubmaterial und bekam dafür das Spielfeld – hätten Gemeinde und Verein rund 250 000 Euro gespart, überschlägt Wild. Es bleiben nur die Kosten für Planung und Architekt, die sich Gemeinde und Verein zwei Drittel zu einem Drittel teilen. döt

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