Gerabronn „Freundschaft weiter intensiviert“

Die beiden Bürgermeister Christian Mauch (links) und Hugues Aguettaz tauschen Geschenke aus.
Die beiden Bürgermeister Christian Mauch (links) und Hugues Aguettaz tauschen Geschenke aus. © Foto: privat
Gerabronn / Thorsten Hiller 06.06.2018
Pfingsten ist für viele Gerabronner für die Begegnung mit ihren französischen Partnerfamilien reserviert.

Für Bürgermeister Christian Mauch war es die erste Fahrt in die französische Partnerstadt Nouan-le-Fuzelier. Er freute sich, nach deren letztjährigem Besuch in Deutschland, auf „das Wiedersehen von Freunden und Bekannten – man spürt, dass man bei einer großen Familie ankommt“. Sein französischer Kollege Hugues Aguettaz betonte bei der Begrüßung, dass beim 52. Treffen der beiden Kommunen die „Freundschaft weiter intensiviert“ werde.

Bei der Reise der gut 60-köpfigen Gerabronner Delegation waren wieder einmal neue Teilnehmer dabei, unter anderem drei Schüler des Gymnasiums Gera­bronn, die in diesem Schuljahr auch schon am Austausch mit dem Collège im Nachbarort teilgenommen hatten. Für Birgit Wankmüller, Vorsitzende des deutschen Partnerschaftskomitees, zeige das die wahre Funktion des Treffens: einer Begegnung von Freunden und deren Familien.

Für die drei Tage hatte das französische Partnerschaftskomitee ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet: neben landestypischem Essen und Getränken warteten unter anderem eine Ortsbegehung, ein kultureller Teil und ein Fußballturnier auf die Gerabronner. Den Wettkampf gewannen die französischen Basketballer in einem heiß umkämpften Endspiel gegen die deutsche „Equipe Privée“ – die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen durch einen unglücklichen Fehlschuss.

Der kulturelle Teil führte die insgesamt rund 120 Personen starke Gruppe ins knapp 60 Kilometer entfernte Orleans. Dort wandelte sie auf den Spuren der französischen Nationalheldin Jeanne d’Arc: Die Jungfrau von Orleans befreite hier die Franzosen im 15. Jahrhundert von der englischen Herrschaft und geleitete danach König Karl VII. zur Krönung nach Reims. Die Stadtführung endete im mittelalterlichen Teil mit seinen Fachwerkhäusern direkt an der Loire.

Der Höhepunkt des Begegnungswochenendes war traditionell der letzte Abend mit einem Festakt, der dieses Jahr unter dem Motto Schwarz-Weiß stand. Hugues Aguettaz blickte auf die schönen Momente zurück, die er gemeinsam mit seinem neuen Kollegen erlebt hatte. Damit es in Europa weiter vorangehe, wünschte er sich dynamische Menschen in Frankreich und Deutschland.

Bürgermeister Mauch unterstrich, dass die Partnerschaft zwischen zwei Städten Europas etwas Besonderes sei und nur funktioniere, wenn sie aktiv, freundlich und herzlich gelebt werde. Das Gerabronner Geschenk war eine Laterne mit eingraviertem Wappen beider Städte. Mauch erhoffte sich: „Möge das Licht der Jumelage noch lange als Zeichen des Friedens und der Freundschaft in Europa scheinen.“

Viele neue Ideen

Dominique Chapart, Präsident des französischen Partnerschaftskomitees, freute sich über die vielen neuen Ideen, die die Freundschaft zwischen Gerabronn und Nouan-le-Fuzelier ausmache. Seine Kollegin Birgit Wankmüller dankte den jungen Teilnehmern: „Ihr seid die Zukunft unserer Treffen.“ Und so verabredeten sich die Freunde auf ein Wiedersehen in Gerabronn an Pfingsten 2019.

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