Nachruf des SSV Geißelhardt Werner Haberbosch: „Ein Volleyballpionier hat uns verlassen“

Werner Haberbosch hat dem SSV Geißelhardt in vielen Ämtern gedient und war als Trainer für große sportliche Erfolge verantwortlich.
Werner Haberbosch hat dem SSV Geißelhardt in vielen Ämtern gedient und war als Trainer für große sportliche Erfolge verantwortlich. © Foto: privat
Mainhardt / Wolfgang Feuchter 08.11.2018
Der SSV Geißelhardt trauert um seinen langjährigen Abteilungsleiter Werner Haberbosch.

Werner Haberbosch, Jahrgang 1942, kam zum Volleyball, als diese für Deutschland relativ neue Sportart aus sehr kleinen Anfängen langsam heranwuchs. Im Jahr 1969 wurden einige Lehrer der Mainhardter Schule vom Volleyball-Virus erfasst. Gespielt wurde in verschiedenen Hallen. Die eifrigsten und ehrgeizigsten der Gruppe wollten sich mit anderen Mannschaften messen. Nachdem Geißelhardt eine Sporthalle mit den entsprechenden Abmessungen für das Volleyballspiel hatte, wurde aus der kleinen Gruppe eine Abteilung des SSV Geißelhardt. Werner Haberbosch war einer der Gründungsväter. Bereits 1970 nahm die erste Herrenmannschaft am Spielbetrieb teil, 1972 kam die erste Damenmannschaft dazu. Werner Haberbosch übernahm 1976 von Horst Clauß die Abteilungsleitung, die er 1999 an Wolfgang Feuchter übergab. „Ein Volleyballpionier hat uns verlassen“, meint Feuchter.

In den 23 Jahren prägte Werner Haberbosch den Volleyballsport in Geißelhardt und über die Region hinaus. Er verstand es wie kaum ein ­anderer, Jugendliche zu motivieren und sie für das Spiel zu begeistern. Die Abteilung wuchs rasant und in den 80/90er-Jahren ­nahmen drei aktive Herren- und zwei aktive Damenmannschaften am Spielbetrieb teil. Haberbosch war Übungsleiter, Abteilungs­leiter, Schiedsrichter, Pressewart und Kassier in Personalunion. So war zum Beispiel die von ihm ­be­treute E-Jugend männlich 1987/88 ­deutscher Vizemeister. Aber auch im Freizeit- und Teambildungsbereich war Werner Haberbosch sehr weitblickend. Bereits 1980 hatte er die Idee zu einer Freizeit-Volleyballgruppe. Diese besteht und erfreut sich auch nach über 35 Jahren bester Beliebtheit.

Das Beachfeld im Mainhardter Freibad geht auf seine Idee zurück. Aber auch für viele nicht sportliche Aktivitäten stand er Pate: für die jährliche Zweitageswanderung und das Weihnachtsturnier mit Jahresessen. Viele dieser Aktivitäten gehören noch heute zum Programm. Auch nach der Übergabe der Abteilungsleitung blieb Werner Haberbosch dem Volleyball eng verbunden. Mit großem Interesse verfolgte er das Volleyballgeschehen im Mainhardter Wald und im Verband.

Sein Engagement zeigte sich auch in zahlreichen überragenden sportlichen Erfolgen. Aufgrund seiner großen Verdienste wurde er vom Württembergischen Landessportbund mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

Auch als Realschullehrer war er in Mainhardt eine bekannte Persönlichkeit. Er prägte als sehr beliebter Lehrer in mehr als 30 Jahren fast zwei Generationen von Schülern. In seinem Ruhestand sah man ihn fast täglich beim Wandern mit seiner Frau Christa im Mainhardter Wald oder in der näheren Umgebung. Auch in den Bergen fühlte er sich sehr wohl. Werner Haberbosch verunglückte beim Bergwandern Mitte Juni dieses Jahres sehr schwer. Von den schwersten Verletzungen konnte er sich nicht mehr erholen. Haberbosch starb am 31. Oktober im Alter von 76 Jahren. Die Trauerfeier mit Beerdigung ist am morgigen Freitag um 13 Uhr auf dem Haller Waldfriedhof. Er hinterlässt seine Ehefrau Christa, zwei Söhne und zwei Enkel. Haberbosch hat sich um den SSV Geißelhardt und den Volleyballsport verdient gemacht. Sein Wirken wird immer sichtbar sein. Dankbar dafür werden wir ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Autor Den Text hat Wolfgang Feuchter, Abteilungsleiter Volleyball beim SSV Geißelhardt, verfasst.

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