Vandalismusserie Schäden sind für Mainhardt teuer - auch in der Folge

Vandalen haben an der Mainhardter Schule gewütet. Die Polizei ermittelt weiter nach den Tätern.
Vandalen haben an der Mainhardter Schule gewütet. Die Polizei ermittelt weiter nach den Tätern. © Foto: Gottfried Mahling (Archiv)
Mainhardt / Norbert Acker 11.01.2019
Die Ermittlungen zu der Einbruchsserie in Mainhardt dauern an. Die verdächtigen Jugendlichen werden weiter verhört.

Die Polizei hat fünf jugendliche Tatverdächtige zwischen 15 und 17 Jahren für die sommerliche Serie von Einbrüchen und Sachbeschädigungen in die Helmut-Rau-Schule ermittelt. „Das freut mich natürlich“, sagt auf Nachfrage dieser Zeitung Mainhardts Bürgermeister Damian Komor. „Ich finde es nur ziemlich schade, dass es sich wohl um junge Leute handelt.“

Ihn ärgert im Nachhinein vor allem, dass neben dem entstandenen Sachschaden von rund 13 000 Euro auch noch Folgekosten aufgelaufen seien. So habe man als Reaktion auf die Straftaten Überwachungskameras im Wert von etwa 10 000 Euro installieren müssen. Traurig findet Komor, dass es im Laufe der Ermittlungen zu Zeugenbeeinflussungen und Bedrohungen gekommen sein soll – davon hat die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet. „Das ist eine Schweinerei“, so Komor.

Auswertungen stehen noch aus

Weiterführende Informationen, die über die aus der Meldung der Polizei hinausgehen, hat der Bürgermeister nicht. Die polizeilichen Ermittlungen seien auch noch nicht abgeschlossen und die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet. „Es sind noch diverse Vernehmungen und Auswertungen durchzuführen“, sagt auf Nachfrage Bernd Märkle von der Pressestelle des für den Landkreis Schwäbisch Hall zuständigen Polizeipräsidiums Aalen. Daher könne man zurzeit keine weiteren Auskünfte geben, auch nicht zu den erwähnten Bedrohungen von Zeugen.

Schwerer Diebstahl

Die laufenden Ermittlungen bestätigt auch Harald Lustig, erster Staatsanwalt bei der Zweigstelle Schwäbisch Hall der Staatsanwaltschaft Heilbronn. Bei den Vergehen handele es sich um die Tatbestände Diebstahl in besonders schwerem Fall sowie Sachbeschädigung. Er geht davon aus, dass die Verdächtigen im Falle einer Anklageerhebung nach dem Jugendstrafrecht behandelt würden. „Da es sich um Jugendliche handelt, werden die Ermittlungen zügig geführt“, so der Jurist. Er schätzt, dass diese Anfang bis Mitte Februar abgeschlossen sein werden.

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