Jubiläum „Das ist für uns ein echter Schatz“

Für den Fahnenmast im Außenbereich der Kindertagesstätte Regenbogen gab es von der Gemeinde ein Geschenk: eine Fahne in Regenbogenfarben mit Gemeindewappen. Die Kinder schauen Kindergartenleiterin Regina Hocher (links) und Bürgermeister Wolfgang Binnig beim ersten Hissen der Fahne gespannt zu.
Für den Fahnenmast im Außenbereich der Kindertagesstätte Regenbogen gab es von der Gemeinde ein Geschenk: eine Fahne in Regenbogenfarben mit Gemeindewappen. Die Kinder schauen Kindergartenleiterin Regina Hocher (links) und Bürgermeister Wolfgang Binnig beim ersten Hissen der Fahne gespannt zu. © Foto: Norbert Acker
Schwäbisch Hall / Norbert Acker 09.06.2018

Ein Wahnsinn, was ich hier alles Schönes erlebt habe“, sagt Sandy Grün. Die 34-Jährige ist schon in den Kindergarten in der Wiesenstraße gegangen, jetzt besucht ihr zweijähriger Sohn Nils die Einrichtung, sein sechsjähriger Bruder Nico ist bei den „Großen“ im Koboldhaus an der Grundschule. „Und Nils hat die gleiche Erzieherin wie ich damals“, freut sie sich. Die Michelfelderin ist wie andere Eltern und Vertreter des Gemeinderats am Freitag zur Feierstunde ins Regenbogenhaus gekommen: Der Kindergarten besteht nämlich seit 40 Jahren.

Extra aus diesem Anlass hat Erzieherin Carolin Sadler auf die Melodie von „Ein Vogel wollte Hochzeit halten“ einen neuen Text gedichtet. Den tragen die Kleinen vor und auch die Erwachsenen singen zumindest bei „Fideralala“ fleißig mit. „Seit 40 Jahren gibt’s den Platz, das ist für uns ein echter Schatz“, so lautet eine der Strophen. Das nimmt Bürgermeister Wolfgang Binnig dankbar in seine Ansprache auf. „Das Lied hat es auf den Punkt gebracht“, so der Schultes. „Unsere Kindertagesstätten werden auch weiterhin bedeutend sein für eine erfolgreiche Entwicklung unserer Gemeinde.“ Er könne viel erzählen zur Geschichte der Einrichtung, aber man wolle die Kinder auch nicht langweilen. Also schreitet er schnell mit Kindergartenleiterin Regina Hocher zur Tat und ein Teil des Geschenks der Gemeinde wird übergeben: eine Fahne in Regenbogenfarben. Diese wird sogleich am neuen Fahnenmast im Außenbereich gehisst. Die Kinder interessieren aber mehr die beiden Piratenkisten mit Sandspielzeug, die der Bürgermeister ebenfalls im Gepäck hatte. Flugs geht es zum Sandkasten, wo die Erzieherinnen einen ganzen Haufen Glitzersteine versteckt haben.

Alle Leiterinnen sind da

„Es ist toll, was sich hier alles getan hat“, sagt Marianne Hofmann. Die 79-jährige Gnadentalerin war 1978 die erste Leiterin des Kindergartens. Bis 1999 war sie im Dienst. Das Jubiläum wollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Den Michelfelder Kindereinrichtungen ist sie immer noch engstens verbunden. „Ich bin Lesepatin im Kindergarten Gnadental“, erzählt sie. Neben ihr ist auch ihre direkte Nachfolgerin Claudia Nowak zur Feier gekommen. Sie hat den Kindergarten zwölf Jahre von 1999 bis 2011 geleitet.

Die Kinder haben ihren Spaß im Sandkasten, viele „Edelsteine“ verschwinden in den Hosentaschen. Sie haben ihre Schätze gefunden, so wie die Erwachsenen sich über ihren – den Michelfelder Kindergarten – freuen. „Die Beständigkeit zeichnet ihn aus“, sagt Ines Königsbauer, 36. Auch sie war hier als Kind, so wie jetzt ihre beiden Söhne. „Es ist schön, mit den eigenen Kinder solche Erfahrungen zu teilen.“

Info Die Gemeindeverwaltung will umfassend im Bibersboten und auf der Gemeindehomepage über die Geschichte des Kindergartens berichten.

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