Die Bewegung „Maria 2.0“ geht nun auch in Schwäbisch Hall für die größere Beteiligung von Frauen am Geschehen in der katholischen Kirche an die Öffentlichkeit.

Angefangen hat es in einem Gesprächskreis in der katholischen Heilig-Kreuz-Gemeinde in Münster. Ein kleiner Kreis von Frauen diskutierte das Schreiben von Papst Franziskus „Über die Freude des Evangeliums“. Sie waren entsetzt über den Umgang mancher Amtsträger im Missbrauchsskandal mit den Tätern, Mittätern und Opfern. Zudem fordern sie Gleichberechtigung in der Kirche. Ein Austritt aus ihrer Glaubensgemeinschaft war für die Frauen aber keine Option. Sie nahmen sich Maria zum Beispiel und interpretierten ihre Haltung in die heutige Zeit.

Kirchenaustritt ist keine Option

Wörtlich formulierten die Initiatorinnen: „Kämpfen wollen wir für einen Weg, der es uns und auch den nachfolgenden Generationen nicht nur erträglich macht, sondern sogar Freude, in dieser Kirche zu bleiben!“ Der Kirchenstreik der Frauen in dieser Woche trug die Aktion der Frauen in die Öffentlichkeit.

Das Pastoralteam der katholischen Gesamtkirchengemeinde Hall greift am morgigen Sonntag, 19. Mai, die Initiative der Frauen auf. Die Hauptamtlichen predigen in den Gottesdiensten zum Thema Maria 2.0 an folgenden Orten: Gemeindeassistentin Laura Sünder und Ehrenamtliche sprechen in der Eucharistiefeier um 9 Uhr in Christus König und um 10.30 Uhr auf der Comburg. Pastoralreferentin Vanessa Hinrichs und Ehrenamtliche gestalten die Eucharistiefeier in St. Maria in Hessental um 10.30 Uhr. Pastoralreferent Wolfram Rösch und Ehrenamtliche kommen in der Wort-Gottes-Feier um 10.30 Uhr in St. Markus zu Wort.

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