Region 83 Millionen im 83. Jahr

Bott baut Regale, Schränke, Werkbänke und sonstige Serviceeinrichtungen in unterschiedliche Fahrzeuge ein, aber auch in stationäre Werkstätten. Firmenfoto
Bott baut Regale, Schränke, Werkbänke und sonstige Serviceeinrichtungen in unterschiedliche Fahrzeuge ein, aber auch in stationäre Werkstätten. Firmenfoto
JÜRGEN STEGMAIER 02.02.2013
Bott, Spezialist für Fahrzeug- und Werkstatteinrichtungen, steigerte seinen Umsatz von 2011 auf 2012 um 2,5 Prozent. Über das Betriebsergebnis macht die GmbH&Co.KG keine Angaben.

Bott beschäftigt an seinem Hauptsitz in Gaildorf 285 Mitarbeiter. Das sind 40 mehr als noch vor fünf Jahren. Dies entspricht einem Plus von mehr als 16 Prozent in diesem Zeitraum.

Der Umsatz konnte von rund 81 Millionen Euro (2011) auf etwa 83 Millionen Euro (2012) gesteigert werden. Dies ist der höchste Umsatz in der 83-jährigen Firmengeschichte. Das Unternehmen wertet diese Steigerung als Erfolg, denn das konjunkturelle Umfeld sei schwierig gewesen. Dem sei Bott unter anderem mit der Straffung des Produktprogramms begegnet. Zu den Produkten, die für die Einrichtungen von Fahrzeugen und Werkstätten hergestellt werden, zählen unter anderem Werkbänke, Regale und Schränke.

Deutschland ist nach wie vor das Land, in dem Bott die größten Umsätze macht, gefolgt von Großbritannien. Ungeachtet dessen generiert Bott 65 Prozent seines Umsatzes im Ausland.

Hauptproduktionsort von Bott ist Gaildorf. Das Unternehmen stellt einen Teil seiner Produkte aber auch in Bude (England) und Tarnazsadany (Ungarn) her.

Zu den großen Kunden des Gaildorfer Werkstatt- und Fahrzeugausrüsters zählen Unternehmen wie RWE, Bosch-Siemens-Hausgeräte, Daimler (jeweils Fahrzeuge) sowie ABB, Trumpf, Airbus oder Audi (Werkstätten).

Die Bott Geschäftsleitung rechnet auch für 2013 mit einem leichten Umsatzplus. "Basis für diesen Optimismus ist das anhaltende Bedürfnis der Kunden, ihre Arbeitsprozesse kontinuierlich zu optimieren, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Hierbei unterstützt Bott mit seinen Einrichtungen bei der Umsetzung von modernen Produktions- und Intralogistikkonzepten", schreibt die Gesellschaft in einer Pressemitteilung.

Das Gaildorfer Unternehmen plant einen weiteren Ausbau des Servicepartnernetzes im Ausland. Innerhalb Deutschlands werden die Bott-Produkte von mehr als 40 Vertriebspartnern angeboten.

Das Unternehmen geht aus einer Werkstatt hervor, die Wilhelm Bott 1930 gegründet hat. Ab 1948 stellte Bott Spinnringe und schmiertechnische Geräte her, später spezialisierte sich der Betrieb auf Präzisionsteile und baute auch eine Härterei auf. Betriebseinrichtungen wurden ab dem Jahr 1969 hergestellt und vertrieben, 1981 kamen die Fahrzeugeinrichtungen dazu. Diese beiden Bereiche sind heutzutage die Hauptgeschäftsfelder von Bott.

Geführt wird das Unternehmen von Dr. Reinhard Wollermann-Windgasse sowie Clive Woodward. Gesellschafter sind neben Wollermann-Windgasse auch Mitglieder der Familie Bott.