Dreikönigslauf 33. Dreikönigslauf: „Drei, zwei, eins und los“

Schwäbisch Hall / Kerstin Vlcek 08.01.2018
Auch in diesem Jahr sind wieder tausende Zuschauer in der Haller Innenstadt unterwegs, um die Läufer bei der 33. Auflage der Großveranstaltung auf der Strecke und im Ziel anzufeuern.

Schon am Samstagmorgen herrscht Trubel auf dem Marktplatz. Aber nicht wegen des Wochenmarktes, sondern die Organisatoren und Helfer des 33. Dreikönigslaufes sind am Aufbauen und Herrichten für das Großevent in ein paar Stunden. Fahnen und Absperrbänder hängen sich schließlich nicht von selbst auf.

Damit am frühen Nachmittag dann auch alles reibungslos ablaufen kann, sind rund 150 Helfer mit dabei. „Einer alleine würde das nie schaffen“, sagt Marion Belschner, die später am Stand der TSG „Läufer-Tee“ und „Läufer-Hefezopf“ verteilen wird. Geliefert bekommen sie die Verpflegung in großen Boxen vom Sonnenhof, erzählt Marion Belschner.

Motivation für die Kleinen

Aber nicht nur für Verpflegung muss gesorgt werden. Bevor die „großen“ Läufer ins Rennen gehen, steht wieder der AOK-Junior-Cup an. „Bevor die Kinder loslaufen, gibt es noch ein kleines Aufwärmprogramm“, erzählt Jessica Glaser von der TSG-Kinderleichtathletik. Damit aber nicht genug. In ihren lila Kostümen motivieren die Mädels der Tanzgarde Piccola Principessas von den Sportfreunden Bühlerzell die kleinen Läufer.

In der Schule fleißig geübt

„Den Fuß hinter die grüne Linie und zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins und los“, tönt es aus den Lautsprechern. Auch Max (Jahrgang 2010) ist mit am Start. Und das schon zum zweiten Mal. „Er war schon lange davor aufgeregt. Er möchte schnell sein“, erzählt seine Mutter Petra Schreyer, die gemütlich die Strecke hinter ihrem Sohn entlangspaziert. „In der Schule haben sie fleißig dafür geübt.“

„Auf geht’s Tim, super!“, ruft Marina Maurer ihrem neunjährigen Neffen zu, der beim Jugendlauf mitläuft. Sie steht gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn am von vielen Läufern gefürchteten „AOK-Buckel“ und feuert kräftig an. „Die ganze Familie ist verteilt an der Strecke. Damit die Motivation nicht nachlässt.“ 1,7 Kilometer legt Tim Preiß bis zum Ziel zurück. Sie selbst habe es noch nicht geschafft, sich aufzuraffen und auch einmal mitzulaufen. „Aber jedes Mal, wenn wir dabei sind, denken wir es uns wieder.“

Das denken sich sicherlich auch einige Zuschauer, die sich dicht an dicht auf dem Marktplatz und auf der Großen Treppe drängen. Glück gehabt haben die Läufer und Veranstalter mit dem Wetter. Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage schafft es sogar die Sonne, kurz einmal hinter den Wolken hervorzublinzeln.

Grund genug, um sich auch eine Wurst im Weckle oder einen Glühwein zu gönnen. Unter anderem bei den Basketballern der TSG Hall oder bei der SSV, die in diesem Jahr den Stand der Volleyballer übernommen hat. Zum zweiten Mal mit dabei ist der Internationale Freundeskreis mit seinem Stand am Marktbrunnen. Kürbis- und Tomatensuppe, Punsch, Glühwein „und unsere Spezialität, heiße Caipirinha, gibt es bei uns“, zählt Ulrike Bopp auf. „Die TSG hat uns gefragt, ob wir helfen wollen, denn sie hatten nicht genug Helfer und natürlich wollten wir dabei sein“, erklärt Katarzyna Sartor.

Die Ratsche dabei

Das wollte auch der 12-jährige Niklas Hirsch aus Steinheim an der Murr. Kräftig angefeuert wird der junge  Läufer von seinen Großeltern Elisabeth und Hilmar Roeske. Nicht nur verbal sondern auch mit einer hölzernen Ratsche motivieren die beiden ihren Enkel und die anderen Läufern auf der Fünf-Kilometer-Strecke. „Niklas läuft in diesem Jahr zum ersten Mal in Hall. Aber wir sind nicht der Grund dafür“, erzählt Elisabeth Roeske schmunzelnd. „Ein Besuch bei den Großeltern ist da dann nur das Nebenprodukt.“ Während Roeskes noch auf ihren Enkel beim Gesundheitslauf warten, sind die ersten Läufer schon fast am Ziel. „Da sind wirklich ein paar schnelle dabei“, merkt Hilmar Roeske anerkennend an.

Verabschiedung von Birgit Messner

In diesem Jahr verabschiedet sich das Organisationsteam des Dreikönigslaufes von Birgit Messner. Sie verlässt das Team, um mehr Zeit für den Krebsverein und das neue Hospiz in Schwäbisch Hall zu haben. Werner Belschner und Johannes Weingärtner haben sich bei ihr mit lobenden Worten und einem Geschenk für die langjährige ehrenamtliche Arbeit im Orga-Team beim Dreikönigslauf bedankt, steht in einer Mitteilung. Der Gesundheitslauf (5 Kilometer) war die Idee von Birgit Messner, und es sei am Anfang nicht leicht gewesen, sich mit dieser Idee durchzusetzen. Von 34 Teilnehmern 2006 ist der Lauf stetig gewachsen. 2018 kamen von 697 angemeldeten Läufern 555 ins Ziel.

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