Haller Tagblatt auf Facebook 22 Kommentare zu Hundekot

Martin Gabriel beim Gassigehen mit seinem Hund. Am Rand der Breiteich-Siedlung sind mehrere Mülleimer aufgestellt worden – mit und ohne Plastiktütenspender.
Martin Gabriel beim Gassigehen mit seinem Hund. Am Rand der Breiteich-Siedlung sind mehrere Mülleimer aufgestellt worden – mit und ohne Plastiktütenspender. © Foto: ars
Schwäbisch Hall / Tobias Würth 23.08.2018
Ein Artikel im Haller Tagblatt über die Entsorgung von Hinterlassenschaften der Vierbeiner stößt auf großes  Interesse auf Facebook.

Einige Artikel werden auf der Homepage dieser Zeitung und auf dem Facebook-Auftritt gelesen, aber nicht weiter kommentiert. Und dann gibt es welche, die auf der sozialen Plattform Facebook im Internet heiß diskutiert werden. Dazu gehört der Artikel über die Beseitigung von Hundekot vor zwei Wochen.

Einige Stadträte forderten in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause, dass mehr Mülleimer mit Plastiktütchen aufgestellt werden sollen. Das erleichtere Hundehaltern die Entsorgung der Hinterlassenschaften. Allerdings wurde die Bitte in einer Fragestunde ganz am Ende der Sitzung platziert, bei der die Klimaanlage im Saal ausgefallen war. Nicht gerade ein idealer Zeitpunkt für eine Grundsatzdiskussion. Daher verwies Baubürgermeister Peter Klink nur darauf, dass die Schwäbisch Haller Stadtverwaltung auf die Eigenverantwortung der Tierhalter setze.

Zu viele Hunde und Katzen?

Das  akzeptieren offensichtlich einige Tierhalter nicht. Sie machen ihrem Ärger Luft auf der Facebook-Seite des Haller Tagblatts. „Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass Beutelspender und Abfalleimer aufgestellt werden. Genug Hundesteuer kassieren sie ja“, schreibt eine Userin. Und ein anderer hat beobachtet: „In der Breiteich gibt es auf 500 Metern Weg vier Mülleimer. Auf dem restlichen Weg um den Teurershof und Gottwollshausen keinen einzigen.“ Sein Lösungsvorschlag: „Es ist doch ganz einfach: mehr Mülleimer aufstellen. Dann wird es auch nicht weggeworfen.“

Ein Mann schreibt: „Also langsam hackt es aber gewaltig. Hundesteuer zahlen, dann noch selber Beutel kaufen und diese nochmals mit eigenen Müllgebühren entsorgen. Und was passiert mit der Steuer?????“

Eine Mutter antwortet im Internet darauf: „Ich habe Kinder, das heißt: Windeln selber kaufen und die dann mit eigenen Müllgebühren entsorgen. Wo ist das Problem? Bei uns gibt es bald mehr Hunde als Kinder und für meine Tiere muss ich doch wohl selber aufkommen, wenn ich mir das nicht leisten kann, dann brauch’ ich keinen Hund. Immer das Gejammer, alles auf andere schieben, wie wäre es, mal darüber nachzudenken, wie es den Bewohnern ergeht, die jeden Tag Hundehaufen vor ihrer Türe oder ihrem Parkplatz wegmachen müssen?“ Diesem Eintrag folgt ein kleiner Shitstorm, der über die Verfasserin hereinbricht.

Doch es gibt auch Facebook-Einträge, die ihr beipflichten: „Mittlerweile hat doch fast jeder einen Hund und ein paar Katzen noch dazu. Da sollte man mal dringend ansetzen. Am schlimmsten sind die Katzen, die unsere schönen Singvögel um die Ecke bringen.“  Oder ein anderer Eintrag: „Die Besten sind die, die es zwar in einen Beutel packen, und dann in die Hecke werfen. Seh’ ich täglich.“ Gailenkirchen sei sehr verdreckt durch Hundekot, wird angemahnt. Die Lösung sei so einfach: „Bei uns in Lauffen gibt es Hundebeutelspender schon lange, unten leer raus und oben voll rein.“

Auch in Leserbriefen taucht das Thema auf: „Die Hundebesitzer werden jährlich mit 96 Euro besteuert. Was tut die Stadt mit diesem Geld?“, fragt Elvira ­Probst-Lipski aus Hall.

„So ein ,Hundetoiletten-Set’ mit allen Schikanen kostet um die 350 Euro, 2000 Kotbeutel (schwarz) rund 70 Euro. Halls Nachbargemeinden Untermünkheim und Michelbach können es doch auch – ohne dass dies den Haushalt in Schieflage bringt“, schreibt Ernst Blase aus Hall.

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