Investition Firma Leonhard Weiss baut sich neue Büros

Deckel drauf: Die beiden Geschäftsführer Volker Krauß (Zweiter von links) und Dieter Straub (rechts) legen die Platte auf den Grundstein. 
Deckel drauf: Die beiden Geschäftsführer Volker Krauß (Zweiter von links) und Dieter Straub (rechts) legen die Platte auf den Grundstein.  © Foto: Dorn
Satteldorf / Kerstin Dorn 27.07.2018
Das Satteldorfer Bauunternehmen Leonhard Weiss legte den Grundstein für ein neues Bürogebäude. Bis 2019 sollen hier 260 neue Arbeitsplätze entstehen.

Auf das alte Sprichwort „aller guten Dinge sind drei“ wollte sich  Volker Krauß, Vorsitzender der Geschäftsführung beim Bauunternehmen  Leonhard Weiss, nicht festnageln lassen: „Es ist der dritte Komplex, aber ich bin sicher, es geht noch weiter“.

Am Mittwoch, 25. Juli,  hatte die Geschäftsleitung des größten Bauunternehmens der Region zur Feier in eigener Sache eingeladen. Bei  heftiger Sommerhitze wurde der Grundstein für ein 20-Millionen-Projekt gelegt, das in Satteldorf und Umgebung für weiteren Aufschwung sorgen wird. Am Firmensitz wird ein neues Bürogebäude für die Hauptverwaltung entstehen, denn die Firma braucht dringend mehr Platz.  Sie verzeichnet seit Jahren ein stetiges Umsatzwachstum, was sich in den Mitarbeiterzahlen widerspiegelt. Der Neubau soll 260 neue Arbeitsplätze beherbergen.  Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 5200 Mitarbeiter, zwei Drittel davon auf den Baustellen, 1600 im kaufmännisch-technischen Bereich, 450 allein in Satteldorf.

3-D-Planung

Architekt Matthias Riemer macht auf die innovativen  Aspekte aufmerksam, die der Neubau bieten wird.  Ein flexibler Grundriss  schafft die Voraussetzung für  die Umsetzung eines neuen Bürokonzeptes mit modernen Kommunikationszonen,  kurzen Wegen und 50 Wechselarbeitsplätzen. Das alles sei eingebettet in eine moderne architektonische Hülle, die die Gestaltungsidee des bestehenden Gebäudes aufgreife und weiterdenke.  Architektonisches Highlight ist das Luftkissendach auf der  Terrasse im  ersten Obergeschoss.  Die Beheizung und Kühlung der Räume erfolgt über Erdwärmesonden. Die Technikzentrale dazu befindet sich gleichfalls auf dem Dach des Neubaus.

Volker  Krauß  erwähnte die neue digitale Planungsmethode BIM, die das Bauunternehmen in eigener Sache einsetzt:  BIM steht für Building Information Modeling –  oder Bauwerksdatenmodellierung – mit deren Hilfe die verschiedenen Teile und Gewerke des Gebäudes in 3-D geplant werden. „Man kann alles anschauen und weiß sofort, was es kostet“, bringt der Firmenchef den Nutzen der neuen Technik auf den Punkt.

 Zur Grundsteinlegung waren Geschäftsführer, Gesellschafter und Betriebsrat gekommen und auch der Bürgermeister ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, Grüße und Wünsche zu überbringen. Was zähle, seien die gegenseitigen Ergebnisse, so Wackler. Das Unternehmen schaffe Arbeits- und Ausbildungsplätze, die Gemeinde  setze sich für optimale Rahmenbedingungen wie die direkte Straßenanbindung ein.

Nach alter Bautradition packten  Geschäftsführer und Gesellschafter  eine Tageszeitung (ein Hohenloher Tagblatt vom 25. Juli),  einige Visitenkarten, Münzen und ein rotes Herz  (das laut Gesellschafterin Susanne Hammer für den Puls der Zeit stehe) in die Plombe, die im Grundstein versenkt wurde und die nachfolgenden Generationen an diesen Tag erinnern soll.  Gleichzeitig gaben sie dem Bauvorhaben und der Firma  ihre Wünsche mit auf den Weg: Unfallfreiheit (Polier Hans-Jürgen Schaffner), gute neue Ideen (Gesellschafterin Carla Staiber-Weiß),  Harmonie und Wachstum (Gesellschafterin Dr.  Sabine Schmidt), kreative Ideen (Architekt Matthias Riemer). Geschäftsführer Dieter Straub  möchte, dass die jungen Leute, die  ihre berufliche Laufbahn im Unternehmen beginnen, die Geschichte von Leonhard Weiss weitertragen.

Die Hitze nahm Volker Krauß zum Anlass, um sich bei den Bauarbeitern zu bedanken. „Wir waren vorher auf unserer Lidl-Baustelle in Bad Wimpfen und haben schon beim Zuschauen geschwitzt“.

Das  Familienunternehmen  realisiert aktuell mehrere Millionenprojekte: unter anderem die Gleiserneuerung und Elektrifizierung der Höllentalbahn im Schwarzwald, die Erd-, Tief- und Ingenieurbauarbeiten an der Neubaustrecke Merklingen sowie regionale Bauvorhaben, wie den Wiederaufbau im hochwassergeschädigten Braunsbach.

118

Jahre alt ist das anno 1900 in Göppingen gegründete Unternehmen. 2025 steht das 125-Jahr-Jubiläum an. Unter dem Titel „LW 125“ gibt es bereits  konkrete Pläne für die Zukunft.

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