Vaihingen Zug-Verspätungen nerven Wanderwarte - Schwäbischer Albverein beschwert sich

Vaihingen / BZ 30.03.2016
Die Bahn steht wegen ständiger Verspätungen von Zügen in der Kritik. Auch beim Schwäbischen Albverein. Pünktlichkeit sei eher die Ausnahme, monieren die Wanderwarte.

"Wenn irgendwie möglich, reisen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unseren Wanderungen. Aber unsere Begeisterung für die DB und vor allem für die S-Bahn hat merklich nachgelassen", sagt Helmut Mager. Der Vaihinger ist Gaupressewart beim Stromberggau des Schwäbischen Albvereins, zudem ist er zertifizierter Wanderführer und somit viel unterwegs mit allen möglichen Personengruppen - stets per ÖPNV.

Was der Vaihinger beim Verkehrs-Verbund-Stuttgart (VVS) gut findet, ist das sehr preisgünstige Angebot der Gruppentageskarte. Ähnliche Sonderangebote gebe es auch beim Heilbronner Verkehrsverbund (HVV), beim Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und beim Pforzheimer Verkehrsverbund (VPE). Aber in den letzten Monaten wurde dem Gaupressewart von den Albvereinswanderführern im Stromberggau immer wieder vorgebracht, dass es Probleme gibt, die Touren wie geplant durchzuführen, weil die Züge der DB verspätet sind. "Das Problem", so Mager, "liegt in den Übergängen von der Bahn, und hier insbesondere der S-Bahn, auf die Busse. Oft haben die Gruppen nur vier bis sieben Minuten Zeit, um das Verkehrsmittel zu wechseln. Und die Busse warten meistens nicht", weiß Mager.

Der Wanderführer habe sich schon bei den Verkehrsträgern beschwert. Er vermutet, dass dies auch mit den Baumaßnahmen für Stuttgart 21 zusammenhängt. Dies weise die DB entschieden zurück. Magers Fazit: "Für mich wäre es ehrlicher, das größte deutsche Verkehrsunternehmen würde feststellen: Ja, planen Sie bei Ihren Fahrten ein, dass die unmittelbaren nächsten Anschlüsse wegen Verspätungen nicht erreicht werden."

Info
Eine Exkursion der Naturschutzwarte a führt am Samstag, 16. April, in den Nationalpark Schwarzwald zunächst zum Ruhestein. Die Abfahrt des Busses ist um 7.30 Uhr bei der Firma Stuber in Zaberfeld. Um acht Uhr wird der Bahnhof Bietigheim-Bissingen angefahren. Alles Infos bei Gaunaturschutzwart Hermann Gommel unter Telefon (07041) 51 52. Anmeldeschluss: 31. März.

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