Sachsenheim Windkraft: CDU macht Halt in Hohenhaslach

Sachsenheim / BZ 03.08.2015
Die CDU-Regionalfraktion hat sich gemeinsam mit Bürgern am Freitagabend in Hohenhaslach ein Bild von möglichen Windkraftstandorten gemacht.

Am Freitagabend haben Entscheidungsträger der CDU-Regionalfraktion Halt in Hohenhaslach gemacht, um sich ein Bild von möglichen Windkraftstandorten in der Region Stuttgart zu machen. Sowohl Mitglieder der Bürgerinitiative Naturpark Stromberg-Heuchelberg als auch Bürger aus Hohenhaslach, Freudental, Bönnigheim, Cleebronn, Lauffen und Ingersheim nahmen daran teil. Das teilt der Verein mit.

Die Fraktionsgeschäftsführerin sowie stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Verband Region Stuttgart (VRS), Elke Kreiser, begrüßte die Anwesenden und gab das Wort weiter an Jürgen Lenz, Vertreter im Planungsausschuss des VRS. "Ohne Akzeptanz können wir das Mammutprojekt Energiewende nicht schultern", so Lenz.

Auch die Bürger kamen zu Wort, gleich zu Beginn Patrick Schmid. Er wies auf die kritischen Punkte wie Natur- und Artenschutz, Kulturlandschaft sowie die schwache Windgeschwindigkeit vor Ort hin. Ebenso ging er auf das Unverständnis vieler Bürger ein, weshalb das Gebiet "Hohe Reute" im gleichen Schutzgebiet von vornherein abgelehnt wurde und die weiteren Standorte im Stromberg, insbesondere "Rotenberg/Saukopf", noch in der Diskussion als Vorranggebiete für Windkraftanlagen sind.

Der Lauffener Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger bezeichnete es schlicht als "unanständig", wenn die Nachbarkommunen Vorrangebiete an der Grenze zur Nachbargemeinde vorschlagen, die möglichst weit entfernt von der eigenen Besiedlung liegen, ohne das Gespräch mit den Betroffenen zu suchen. So der Standort "Haghof" mit der Bezeichnung "LB 01", gegen den sich sowohl Waldenberger als auch eine Sprecherin einer Interessengemeinschaft aus Lauffen aussprechen. Weiter meldeten sich Vertreterinnen der Gemeinde Cleebronn zu Wort, die sich ebenfalls vehement gegen den Standort "Rotenberg/Saukopf" aussprachen.

Am 30. September wird im VRS entschieden, welche Standorte Vorranggebiete bleiben und welche nicht.

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