Sersheim Weitere Baumaßnahmen „Am Markt“ geplant

Der Bereich „Am Markt“ in Sersheim soll umgestaltet werden. Auch der Parkplatz wird davon betroffen sein.
Der Bereich „Am Markt“ in Sersheim soll umgestaltet werden. Auch der Parkplatz wird davon betroffen sein. © Foto: MARTIN KALB
Sersheim / Von Michaela Glemser 12.11.2018

Seit das Areal „Vaihinger Straße/Ortskern“ im April 2014 in das Landessanierungsprogramm des Landes Baden-Württemberg (LSP) aufgenommen wurde, hat sich rund um die Schlossstraße, die Sedanstraße oder die Ludwigstraße schon einiges getan. Viele Maßnahmen werden aber auch noch in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Léonie Franzen, Projektleiterin von der STEG Stadtentwicklung GmbH aus Stuttgart, welche die Gemeinde Sersheim bei der gesamten Erneuerung begleitet, stellte in der Gemeinderatssitzung am Freitagabend künftige Schritte vor. So ist es in Zukunft notwendig, um bei den Landessanierungsmitteln berücksichtigt zu werden, dass die betroffene Gemeinde ein umfassendes gesamtkommunales Entwicklungskonzept vorlegt, das auch die gebietsbezogene Entwicklungsplanung im Sanierungsareal enthält. Zudem sollen an dieser Konzeption, die kontinuierlich fortzuschreiben ist, auch die Bürger beteiligt werden.

„In unserer Gemeinde werden die Sanierungszuschüsse immer zügig abgerufen, und daher stellen wir auch Aufstockungsanträge. Dies wird ebenfalls beim Sanierungsgebiet ‚Vaihinger Straße/Ortskern‘ der Fall sein“, betonte Bürgermeister Jürgen Scholz. Das aktuelle Sanierungsgebiet, dass einen Bereich von rund 4,29 Hektar umfasst, wurde nochmal um das Areal „Am Markt“ und die Talstraße erweitert.

Erweiterung „Am Markt“

Die Neuordnungsmaßnahme „Am Markt“ bei der nicht nur der Bereich von den Geschäften barrierefrei umgestaltet, sondern auch die Stellplätze und der Straßenverlauf verlegt werden soll, war zu Beginn dieses Jahres in das Investitionsprogramm „Soziale Integration im Quartier“ aufgenommen worden. Dafür wurden Fördermittel von Bund und Land in Höhe von insgesamt 554 000 Euro bewilligt. Diese Erneuerungsmaßnahme „Am Markt“ ist zwar Bestandteil des Sanierungsgebiets „Vaihinger Straße/Ortskern“, wird aber deren bewilligte Zuschüsse zunächst nicht belasten, da ausreichend Fördergelder aus dem Investitionspaket zur Verfügung stehen.

Der bewilligte Förderrahmen des Landessanierungsprogramms für das Areal „Vaihinger Straße/Ortskern“ wiederum liegt bei zwei Millionen Euro. Aktuell sind davon noch 720 000 Euro frei verfügbar, wobei der Bewilligungszeitraum noch bis zum 30. April 2023 andauert. „Wir werden wohl ab dem Jahr 2020 einen Aufstockungsbedarf von mehr als 560 000 Euro haben. Dies wollen wir den Vertretern des Landes Baden-Württemberg frühzeitig signalisieren und wenn möglich schon im ersten Halbjahr 2019 mit den Vertretern des Regierungspräsidiums Stuttgart vor Ort das weitere Vorgehen besprechen“, machte Projektleiterin Franzen deutlich. Damit ein möglicher Aufstockungsantrag für die Landessanierungsmittel aber überhaupt Aussicht auf Erfolg hat, braucht die Gemeinde Sersheim eine große Entwicklungsplanung für die kommenden zehn bis 15 Jahre. Deshalb haben die Gemeinderäte damit für Kosten von rund 35 000 Euro ebenfalls die Mitarbeiter der STEG Stadtentwicklung beauftragt. „Wir haben viele Punkte dieser Entwicklungsplanung schon bei vergangenen Projekten abgearbeitet. So hatten wir mit unserer Bürgerbeteiligung bei der Überplanung des Areals des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses deutschlandweit eine Vorreiterrolle“, erklärte Bürgermeister Jürgen Scholz. Teile des zu erstellenden Entwicklungsplans, der im Laufe des kommenden Jahres konkretisiert werden soll, fließen auch in die Fortschreibung des aktuell gültigen Flächennutzungsplans ein.

Zu einer ersten Form der Bürgerbeteiligung kommt es am kommenden Donnerstag, wenn die Gewerbetreibenden und Anwohner am Markt über die anstehenden Umstrukturierungen informiert werden. „Der grobe Rahmen steht“, betonte Scholz. Im Laufe des Jahres 2019 soll der entsprechende Bebauungsplan auf den Weg gebracht und mit möglichen ersten Bauarbeiten im Bereich „Am Markt“ vielleicht sogar schon im November 2019 begonnen werden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel