Markgröningen Weitere Änderungen beim Schäferlauf

Der traditionelle Festzug am Schäferlauf-Wochenende nimmt in diesem Jahr eine andere Route.
Der traditionelle Festzug am Schäferlauf-Wochenende nimmt in diesem Jahr eine andere Route. © Foto: Thomas Kiehl
Von Yasina Hipp 16.08.2018

Ganz Markgröningen fiebert auf den Schäferlauf hin, auf der Webseite läuft schon der Countdown bis zum Festwochenende 24. bis 27. August. Auch Bürgermeister Rudolf Kürner freut sich schon sehr auf das bevorstehende Event: „Für uns Markgröninger ist der Schäferlauf das absolute Highlight im Jahr. Die Zeitrechnung startet nach jedem Schäferlauf hier neu.“ Seit vielen Monaten ist die Stadtverwaltung damit beschäftigt, das traditionelle Ereignis zu planen. Wie immer findet der Schäferlauf am letzten Augustwochenende statt.

„Um das Fest jedes Jahr attraktiver zu gestalten und um mehr Zuschauer anzuziehen, nehmen wir immer wieder Veränderungen vor“, sagt Rudolf Kürner. Die Veränderungen in diesem Jahr bewegen sich vor allem im Bereich des Sicherheitskonzepts (siehe auch Infobox), des Festzugsablaufs und der musikalischen Programmpunkte.

Vor dem Hintergrund der erhöhten Sicherheitsvorschriften bei Großveranstaltungen wird der Festzug, beispielsweise am Samstag sowie am Sonntag, nicht durch die traditionsreiche Ostergasse ziehen. Stattdessen erreicht der bunte Zug den Marktplatz durch die Schlossgasse.

Neue kulinarische Einheit

Um das Ambiente der Ostergasse mit ihren Fachwerkhäusern trotzdem optimal nutzen zu können, wird hier der Schäfermarkt eingebunden. Knapp zehn Stände rund um das wichtigste Tier des Festes, das Schaf, empfangen die Besucher in der alten Gasse. Durch diese Verlagerung des Schäfermarkts entsteht eine freie Fläche an der Unterriexinger Straße. Hier soll laut Stadtverwaltung eine neue kulinarische Einheit entstehen. „Das Wichtigste ist uns, dass sich die Gäste sicher und wohl fühlen und das Festgeschehen in vollen Zügen genießen können“, sagt Kürner. Die Preise für die Festplakette (4 Euro), den Schäferlauf (6 bis 11 Euro) auf dem Stoppelfeld und für das Festspiel (5 bis 6 Euro) bleiben stabil.

Um die Attraktivität des gesamten Fests zu steigern, gibt es erstmals in diesem Jahr eine zentrale Musikveranstaltung an jedem Festabend auf dem Marktplatz. Auf einer einzigen Bühne treten insgesamt fünf Bands an den drei Abenden auf – von Party-, Rock- oder Popmusik, ist für jeden etwas geboten.

Der traditionelle Teil des Schäferlaufs beginnt schon lange vor dem Auftritt der ersten Band. Am Freitag, 24. August, steht früh morgens das Leistungshüten des Landesschafzuchtverbands an. Dieses Jahr startet das Spektakel auf den Wiesen zwischen Asperg und Markgröningen eine halbe Stunde früher, also schon um 7.30 Uhr. Cornelia Werner vom Fachgebiet Bildung, Kultur und Freizeit erklärt: „Wir haben dieses Jahr fünf Anmeldungen und fangen deswegen früher an, dass wir auch durchkommen.“ Die zahlreichen Anmeldungen rühren daher, dass das Markgröninger Leistungshüten als Vorentscheid für den Bundesentscheid rund einen Monat später fungiert.

Bürgermeister Rudolf Kürner ist zufrieden mit den bisherigen Vorbereitungen: „Wir haben immer viel zu tun während dieser Zeit, aber sind auch alle mit Herzblut dabei.“ 184 Marktstände inklusive Fahrgeschäften erwarten zahlreiche Besucher ab Freitag kommender Woche.

Programmpunkte  beim Schäferlauf

Vier Tage lang gibt es von 24. bis 27. August wieder buntes Treiben rund um den Markgröninger Schäferlauf. Ein Auszug

Freitag
Los geht es um 7.30 Uhr mit dem Leistungshüten des Landesschaftzuchtverbands an der Straße nach Asperg. Ab 14 Uhr gibt es an verschiedenen Plätzen Ständchen der Schäfermusik. Dann startet auch das Markttreiben. Die erste Aufführung des Stücks „Der treue Bartel“, dem Festspiel in der Stadthalle gibt es um 19 Uhr, gefolgt vom Festkonzert der Stadtkapelle auf dem Marktplatz um 20.30 Uhr.

Samstag
Ab 6 Uhr weckt der Spielmanns- und Fanfarenzug des Musikvereins Stadtkapelle Markgröningen, gefolgt von der Turmmusik des Posaunenchors (8 Uhr) von der Bartholomäuskirche. Um 9 Uhr wird am Rathaus der Landrats und die Schäfer begrüßt. Der Festzug zum Gottesdienst setzt sich um 11 Uhr in der Unterriexinger Straße in Bewegung. Nach dem Gottesdienst um 11.30 Uhr zieht der Festzug weiter zum Stoppelfeld. Hier findet ab 13.45 Uhr unter anderem der Wettlauf der Schäfer und Schäfermädchen über das 300 Meter lange Stoppelfeld statt. Danach marschiert der Festzug zurück zum Rathaus, ab 16.30 Uhr sind die Kapellen und Trachtengruppen auf dem Marktplatz zugange.

Sonntag
Um 10.30 Uhr  wird erneut „Der treue Bartel“ in der Stadthalle aufgeführt. Danach zieht ab 13.15 Uhr der Festzug von Graf-Hartmann-, Rotenacker- und Tammer Straße erneut zum Stoppelfeld. Dort ist ab 13.45 das szenische Spiel „Wie der Schäferlauf entstand“ zu sehen. Außerdem gibt es unter anderem den Wettlauf der Schüler, den Markgröninger Schäfertanz zu Ehren des Siegerpaars und den Markgröninger  Marsch.

Montag
Ab 14 Uhr  herrscht noch mal buntes Markttreiben in der Markgröninger Altstadt. Den Schlusspunkt setzt das große Feuerwerk um 21.30 Uhr beim Vergnügungspark. bz

Sicherheitskonzept am Schäferlauf-Wochenende

Das Sicherheitskonzept für den Schäferlauf Markgröningen, das die Stadt laut des beauftragten Pressebüros IKD Mertz einige Zehntausend Euro kostet, hat bei Beteiligten sowie in der Bevölkerung für heftige und zum Teil sehr kontroverse Diskussionen geführt.

Bereits vor vier Jahren begann das Schäferlauf-Team das Sicherheitskonzepts auf neue Gefährdungslagen wie Terroranschläge anzupassen. Im Mittelpunkt standen die Sicherung des Festzugs sowie ein flexibles Fluchtwegekonzept. Mithilfe eines Räumungskonzept soll schnell auf Gefahrensituationen reagiert werden. Die neuen Sicherheitskriterien wurden seit 2015 ständig weiterentwickelt.

So wurden die Marktstände in der Schloßgasse weitgehend entfernt, um in diesem engen Bereich den Tausenden Zuschauern und Festzugteilnehmern mehr Sicherheit zu bieten. Dasselbe galt zunächst auch für die Ostergasse. Dort wird jedoch zum diesjährigen Schäferlauf erstmals zugunsten einer Belebung des Marktgeschehens der Festzug nicht durchziehen. Um im Notfall wichtige Rettungswege bereitstellen zu können, wurde zudem die Zahl der Marktstände in der Helenenstraße deutlich reduziert. bz

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