Asyl  Unterkünfte weiter nutzen

Markgröningen / Yasina Hipp 30.08.2018

Im Januar diesen Jahres beschloss der Markgröninger Gemeinderat den Neubau einer Asylanschlussunterbringung am Parkplatz Tammer See, um der Zahl an Asyl suchenden Menschen, die der Stadt Markgröningen zugewiesen werden, gerecht zu werden. Einige Monate später fand ein öffentlicher Teilnahmewettbewerb statt, an dem sich sechs Firmen mit Plänen für den Neubau beteiligten.

Ende Juli legte sich die Markgröninger Stadtverwaltung auf ein Angebot fest, das die veranschlagten Haushaltsmittel um rund 900 000 Euro überschritt. „Das war ein Angebot, dass wir aus wirtschaftlichen Gründen einfach nicht mehr tragen konnten. Deswegen haben wir uns auf die Suche nach einer anderen Lösung gemacht“, so Bürgermeister Rudolf Kürner in der vergangenen Gemeinderatssitzung.

Verhandlungen

Die Stadt befinde sich derzeit in Verhandlungen mit dem Landratsamt und dem Landkreis. „Wir würden gerne eine oder mehrere der bereits bestehenden Erstunterkünfte übernehmen und in eine Anschlussunterbringung umwandeln“ erklärte Kürner., „Die Gespräche laufen sehr positiv, ich bin zuversichtlich“, so der Bürgermeister weiter.

Diese Möglichkeit ergibt sich für die Stadt, da die Zuweisungsquoten vom Landratsamt aktualisiert wurden und sich die Zahl im Jahr 2019 halbiert auf rund 31 Flüchtlinge, die nach Markgröningen kommen und dort in einer Asylunterkunft wohnen sollen.

Fraktionen stimmen zu

Gemeinderat Hans Bader von den Freien Wählern begrüßte den Vorschlag der Stadtverwaltung: „Das ist die beste Lösung. Vor allem wären die Menschen dann direkt in der Innenstadt und nicht irgendwo außerhalb. So kann man sie auch besser in unsere Stadt integrieren.“

Auch die SPD- und CDU-Fraktionen sehen das Vorgehen der Stadt als richtig an. „Zudem sparen wir uns sehr viel Geld, wenn wir am Tammer See nichts Neues bauen müssen“, merkte Arndt Zwickert von der GAL an. Somit stimmte der Markgröninger Gemeinderat einstimmig der Aufhebung der Ausschreibung am Tammer See zu und bekräftigte die Stadtverwaltung in ihrem Vorhaben.

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