Kräftig am Rad der Zeit gedreht wurde beim „Kulturbier“ des TSV Kleinsachsenheim, das mit Gesang, Comedy und Zeitgeschehen angereichert war. Die vergnügliche Kleinkunst-Revue unter dem Motto „Petticoat und Pomade“ kam am Samstagabend an.

„Auf ein Bier“, so lautet oftmals die Einladung für eine Zusammenkunft beim köstlich schaumigen Gerstengetränk. Beim TSV Kleinsachsenheim ist dies auf eine Veranstaltungsreihe gemünzt, die als „Kulturbier“ bezeichnet wird. Am Samstag lud der Sportverein wieder mal zur Show in die Mehrzweckhalle Kleinsachsenheim ein – anschließende Tanzparty inbegriffen.

Schließlich weckte das Bühnengeschehen bei vielen der Gäste Erinnerungen an die ersten flotten Schritte im Rhythmus der Rock’n’Roll-Musik. Einige der Gäste schlüpften passend in den Fifties-Look. Ob nun das gepunktete Kleid, mit Petticoat darunter, bei den Damen oder eben mit etwas Pomade im Haar bei den Herren. Als Erfrischung erwartete übrigens die Besucher eine stilechte Bowle, das süße Mischgetränk mit Früchten, das einst auf keiner Party fehlen durfte. Gegen den Hunger gab es unter anderem das ewig junge Gericht „Fleischküchle mit Kartoffelsalat“.

Das muntere „A-wap-bob-a-lup bob a wop bam boom“ zum Little Richard-Hit „Tutti Frutti“ hallte dann auch lautstark als Auftakt durch die vollbesetzte Halle, mit dem das Künstlerduo namens Moni Francis und Buddy Olly ihre Show eröffneten. Gespickt mit Rock’n’Roll, deutschen Schlagern, Balladen und Worten führte das Entertainer-Paar durch den Abend, was das Publikum mit Beifall zu belohnen wusste. Eine durchaus vergnügliche Reise in die sogenannte Wirtschaftswunderzeit, die später in den Tanzrunden vom Beat der 60er bis in zur Neuen Deutschen Welle der 80er weitere musikalische Stationen hatte.

Im Jahr 2000 aus der Taufe gehoben, hat sich die Reihe „Kulturbier“ gut im Vereinsgeschehen etabliert. Dass sich der TSV mit seinen rund 1200 Mitgliedern dem Bereich zuwendet, ist ganz im Sinne des Vereinszwecks, wie der stellvertretende Vorsitzende Heinrich Seidel im BZ-Gespräch anmerkte. Ziel ist dabei auch ein wirtschaftlicher Erfolg. „Wir benötigen für unsere laufende Vereinsarbeit und die Ausbildung in der Jugendabteilung erhebliche finanzielle Mittel“, so Seidel, der auf ein vielfältiges Angebot des Vereins für Jung und Alt verweisen kann.

In den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Volleyball und Turnen sorgen rund 20 Trainer und Übungsleiter für die Ausbildung und die Betreuung. Zudem stehen immer wieder spezielle Kurse auf dem Programm. Das Vorstandsmitglied äußert sich erfreut über das Engagement des zwölfköpfigen Kulturausschusses um die verantwortliche Organisatorin Gabriele Pendt.

Der „Kulturbier“-Programmabend in neunter Auflage samt Dekoration, Service und Ablauf lag in den Händen der Kulturausschussvorsitzenden mit ihrem Team. „Insgesamt 30 Helfer sorgen heute Abend für das Wohl der Gäste“, so Gabriele Pendt. Das Vereinsleben werde allgemein immer weniger, so sei es wichtig für junge und ältere Mitglieder, etwas für das Miteinander beizutragen. Weihnachtsfeier  und Kinderfasching gehören ebenfalls zu den Aktivitäten des Kulturausschusses. Der Jugendausschuss veranstaltet das jährliche Turnierwochenende sowie die Rocknacht – Letzteres demnächst am 12. November mit der Gruppe „Rabbit Food“ in der Mehrzweckhalle.