Verkehr Tempomessungen im Stadtgebiet

Mathias Schmid 16.09.2017

Das Landratsamt Ludwigsburg hat im August eine überdurchschittliche Anzahl von Geschwindigkeitsmessungen im Sachsenheimer Stadtgebiet durchgeführt: Insgesamt 13 Geschwindigkeitskontrollen gab es nach Angaben der Stadtverwaltung in Großsachsenheim, Hohenhaslach und in Ochsenbach. Geblitzt wurde in Bahnhof-, Heinrich-Heine- und Goethestraße, am Klingenberg, sowie in der Ochsenbacher, Herzog-Ulrich- und Häfnerhaslacher Straße.

Bei den Messungen wurden insgesamt 1164 Fahrzeuge erfasst, von denen mehr als 10 Prozent die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht einhielten. „Das ist ein leicht erhöhter Wert“, bestätigt Markus Klohr, Sprecher des Landratsamts Ludwigsburg. Bei mobilen Geschwindigkeitsmessungen sind seinen Angaben zufolge im Durchschnitt etwa 5 bis 6 Prozent der Fahrzeuge zu schnell. Bei stationären Blitzern, die bereits bekannt sind, liegen die Werte bei 1 bis 2 Prozent.

Mit 87 Sachen erwischt

Der Anteil der zu schnell fahrenden Fahrzeuge in den Sachsenheimer Tempo-30-Zonen lag bei 7,4 Prozent. In diesen Bereichen wurde das schnellste Fahrzeug mit 48 Kilometern pro Stunde gemessen, also noch nicht im Bereich eines Punkts in Flensburg. Auf den übrigen Straßen innerorts war der schnellste Raser mit 87 Kilometern pro Stunde unterwegs. Laut Bußgeldkatalog muss der Fahrer dafür 160 Euro bezahlen, bekommt zwei Punkte in Flensburg und erhält darüber hinaus noch einen Monat Fahrverbot.

Nicht gemessen wurde beispielsweise in der Kleinsachsenheimer Straße, in der es am Zebrastreifen in jüngster Vergangenheit auch zu Unfällen mit Personenschaden gekommen war. Hier hatte das Landratsamt eine Vor-Ort-Begehung durchgeführt, zunächst aber keine besondere Gefahrenlage feststellen können. Ebenso nicht in der Oberriexinger Straße, in der auf Höhe der Schule und der Kindergärten vor einigen Wochen Tempo-30-Schilder aufgestellt wurden (die BZ berichtete jeweils). Hier hatte das Landratsamt nach der Aufstellung auf BZ-Nachfrage angekündigt, Kontrollen durchzuführen. Wann diese stattfinden, ist nicht bekannt. Allerdings, so heißt es aus der Stadtverwaltung, könne dort während des Abhol- und Bringverkehrs der Schule ohnehin maximal Tempo 30 gefahren werden.

Nach Angaben des Landrats­amts handelt es sich um reguläre Messungen inklusive Ahndung. Eine Häufung von 13 Messungen in einer Kommune komme immer wieder mal vor. „Wir messen in den Gemeinden, für die wir zuständig sind, mitunter auch mal etwas intensiver“, betont Markus Klohr.