Oberriexingen/Sersheim Standesämter Oberriexingen und Sersheim geben sich Ja-Wort

Ein Bräutigam streift seiner Braut den Ehering über den Finger. Paare aus Sersheim und Oberriexingen haben jetzt mehr Möglichkeiten.
Ein Bräutigam streift seiner Braut den Ehering über den Finger. Paare aus Sersheim und Oberriexingen haben jetzt mehr Möglichkeiten. © Foto: Andreas Lander/dpa
Oberriexingen/Sersheim / RUDI KERN 02.03.2016
Falls Engpässe bei den Standesämtern in Oberriexingen und Sersheim eintreten, kann bei Beurkundungen von Trauungen oder Todesfällen künftig mit Sersheim kooperiert werden.

Eine gegenseitige Vertretung der Standesbeamten gibt es künftig in den Rathäusern der Gemeinde Sersheim und der Stadt Oberriexingen. Das Oberriexinger Ratsgremium gab in seiner jüngsten Sitzung das Ja-Wort zur kommunalen Zusammenarbeit. Was die Feuerwehren und die Bauhöfe bereits seit einiger Zeit praktizieren, soll nun bald im Bereich der Beurkundungen ebenfalls möglich sein. Einhellig stimmte der Gemeinderat dem Vertrag zur gegenseitigen Vertretung der Vollstandesbeamten im Verhinderungsfall mit der Gemeinde Sersheim zu.

Voraussetzung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung ist, dass jede der beteiligten Kommune über mindestens zwei Standesbeamte oder eben über einen sogenannten Vollstandesbeamten sowie noch einen Verhinderungsstandesbeamten verfügt. Der Vertrag wird über unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres gekündigt werden.

Hintergrund der Kooperation ist eine Reform im Standesamtswesen. So können Mitarbeiter nicht mehr als sogenannte Verhinderungsvertreter für Standesbeamte bestellt werden, wenn sie nicht regelmäßig an den Fortbildungslehrgängen des Fachbereichs Standesamtswesen teilnehmen. "Die Vertretung bezieht sich nur auf unaufschiebbare Notfälle, wie dringende Beurkundungen oder Nottrauungen", hieß es in der Sitzungsvorlage zu der Vereinbarung.

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