Restauration Spendenlauf für Kirchensanierung

Die eingerüstete Laurentiuskirche neben dem Gündelbacher Rathaus.
Die eingerüstete Laurentiuskirche neben dem Gündelbacher Rathaus. © Foto: Kirchengemeinde
Vaihingen / mba 05.06.2018

Die Gündelbacher Laurentiuskirche, wie sie in ihrer heutigen Form zu sehen ist, feiert dieses Jahr ihr 400-jähriges Bestehen. Rechtzeitig zum Jubiläum wird das Gotteshaus innen und außen aufgehübscht. Einen Großteil der Kosten muss die Gemeinde selbst aufbringen und will deshalb im Juni einen Sponsorenlauf veranstalten.

Seit April ist das Äußere der Laurentiuskirche hinter einem Gerüst verschwunden. Dieses soll zum Ende der Sommerferien wieder entfernt werden. Das Dach und der Turm bedurften einer Erneuerung. Zugleich wurde im Inneren der Putz der Sakristei restauriert.

Genehmigt ist ein Bauvolumen von 246 000 Euro. Davon wird ein kleinerer Teil vom Kirchenbezirk übernommen. Den größten Teil muss die Kirchengemeinde Gündelbach selbst aufbringen. Daher kam die Idee eines Sponsorenlaufs zugunsten der Renovierung auf. Dieser soll im Anschluss an den Erntebittgottesdienst am Sonntag, 17. Juni, von 11.30 bis 13 Uhr, auf der Wiese bei der Feldscheune Schillinger am Ortsausgang Gündelbach Richtung Schützingen stattfinden. Der Gottesdienst selbst beginnt um 10 Uhr.

Läufer suchen sich Sponsoren, die für jede gelaufene Wiesenrunde von 350 Metern einen beliebigen Geldbetrag spenden. Möglich ist es auch, als Team anzutreten. Sowohl für Teams als auch für Einzelstarter gibt es Preise für die meisten gelaufenen Runden sowie für den höchsten erlaufenen Betrag. Kinder bis zehn Jahre werden gesondert gewertet.

Info Anmeldungen zum Sponsorenlauf bei Pfarrer Christoph Pascher, Telefon (07042) 3 29 29, Ute Kunkel, Telefon (07042) 2 28 18, E-Mail bu.kunkel@t-online.de, Debora Heinze, Telefon (07042) 81 05 79, E-Mail debora-heinze@t-online.de. Auch potenzielle Sponsoren können sich melden.

Die Geschichte der Laurentiuskirche

Am 23. Juni 1618 begann der Wiederaufbau des Langhauses der Kirche, die ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert stammt, schreibt Markus Otto in einer Abhandlung, die im Heft „Hie gut Württemberg“ 1980 erschienen ist. Das alte Kirchenschiff ist offenbar weitgehend zerstört worden, nachdem der württembergische Herzog Ulrich 1504 mit Waffengewalt Maulbronn erobert hatte.

Der Wiederaufbau zur Kirche, wie sie in heutiger Form zu sehen ist, erfolgte ein Jahrhundert später. 1820 wurde unter anderem das achteckige Glockengeschoss anstelle eines viereckigen Fachwerkbaus auf den Turm gesetzt. 1910 gab es eine Restaurierung im Sinne des Jugendstils. 1967 und 1968 wurde im Inneren einiges verändert, wodurch die Kirche freundlicher aussehe, schreibt Otto in seinem Text. mba