Gemeinderat Sanierung für eine halbe Million Euro

Sachsenheim / Mathias Schmid 16.05.2018

Der Gemeinderat hat vergangene Woche die Sanierung der Tiergartenstraße in Ochsenbach beschlossen. Mit gut einer halben Million Euro wird der Vollausbau deutlich teurer als zunächst angenommen. Die Oberfläche der Tiergartenstraße ist in einem schlechten Zustand. Es  gibt  hier  mehrere  Verdrückungen,  Spurrinnen,  Netzrisse  und  sehr  viele  Schlaglöcher.

Eine neue Oberfläche bekommt jetzt der Abschnitt von der Häfnerhaslacher Straße bis zur Einmündung Neue Heimat. Aufgrund  der  Voruntersuchungen, des Zustandes der Straße und der aktuellen Baupreise, erhöhen sich die tatsächlichen Kosten auf insgesamt 510 000 Euro. Zunächst waren für das Haushaltsjahr 2018 220 000 Euro vorgesehen. „Auf Grundlage des Schadensbildes vor Ort und den durchgeführten Voruntersuchungen kann die Straße nur  im Vollausbau saniert werden“, erklärt die Verwaltung.

Das Ingenieurbüro ISTW aus Ludwigsburg war mit der Planung für den Ausbau der Tiergartenstraße in  Ochsenbach beauftragt worden. Das Büro hat einen Entwurf erstellt, den er dem Rat präsentierte. Im  Bereich  Häfnerhaslacher  Straße  bis  Mutzigstraße  befindet  sich  ein  Gehweg,  der  auf  1,50  Meter ausgebaut wird.

Noch nie richtig saniert

„Wir schieben das schon lange vor uns her“, freute sich Ochsenbachs Ortsvorsteher Reiner Weiß, die Straße sei noch nie richtig saniert, sondern immer nur geflickt worden. Im Bereich Mutzigstraße bis Neue Heimat wird die Straße, je nach örtlichen Gegebenheiten auf voller Breite ausgebaut. In manchen Bereichen beträgt die Breite der Tiergartenstraße aktuell teilweise maximal zwei Meter. In diesen Bereichen wird die Straße je nach Möglichkeit auf 2,75 bis 4 Meter verbreitert.

Die  Sanierung  erfolgt  in  drei Bauabschnitten, voraussichtlich  von November  2018  bis  Mai  2019  stattfinden. Aktuell müssen  in  einzelnen  Bereichen  die  Eigentumsverhältnisse  geklärt  werden.  Zum  Teil werden Flächen, die im Eigentum der Stadt sind, von Anliegern genutzt. Im Rat gab es eine Debatte, ob nicht lieber weitgehend auf einen Zebrastreifen verzichtet werden kann. Das wurde aber abgelehnt.

Für die Finanzierung der Mehrausgaben von 290 000 Euro erteilte der Gemeinderat der Stadt eine außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung über 115  000 Euro. Die restlichen 175 000 Euro kommen vom Wegfall der Maßnahmen Tiergartenstraße in Kleinsachsenheim. Hier wurde gemeldet, dass die Straße abrutscht. Das Problem ist laut Stadt aber noch nicht akut und muss zudem erst umfassend untersucht werden. Hier soll es 2019 weitergehen.

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