Eichwald Problem: Schleichweg Panzerstraße

Die sogenannte Panzerstraße ist eigentlich nur für Traktoren und den Linienverkehr der Busse befahrbar. Doch immer wieder halten sich Lkw-Fahrer oder Lieferdienste nicht daran. 
Die sogenannte Panzerstraße ist eigentlich nur für Traktoren und den Linienverkehr der Busse befahrbar. Doch immer wieder halten sich Lkw-Fahrer oder Lieferdienste nicht daran.  © Foto: Martin Kalb
Sachsenheim / Mathias Schmid 08.12.2017

Bereits 40.000 Euro wurden in die Panzerstraße investiert, jetzt stehen im Haushaltsplan des Zweckverbands Eichwald erneut 20.000 Euro für den Feldweg, der unterhalb des Kreisverkehrs in Großsachsenheim parallel zur Umgehungsstraße in das neue Gewerbegebiet führt. Nicht zum Verständnis aller. Doch hinter der potenziellen Maßnahme verbirgt sich kein Ausbau.

Der Sachsenheimer GLS-Stadtrat Günter Dick hatte in der Verbandsversammlung am Dienstag zunächst erneut Kritik an der Investition (die BZ berichtete) geäußert. Seiner Meinung nach sei eine erneute Investition in einen Feldweg für eine wenige Minuten schnellere Buslinie in den Eichwald, die wenig genutzt wird, zu viel. Außerdem müsse über die Sinnhaftigkeit dieser Route nachgedacht werden, wenn der Bus irgendwann auch in den neuen südlichen Teil fährt. Denn dann müsse ohnehin wieder über die Routenfühung diskutiert werden.

Beliebte Abkürzung

Allerdings erklärten die Zweckverband-Verantwortlichen, dass die eingestellten Mittel nicht für den Ausbau der Straße sind. Vielmehr soll damit ein ungeliebter Schleichweg versiegelt werden. „Die Panzerstraße ist für den öffentlichen Verkehr eigentlich nicht freigegeben. Wir mussten aber aufgrund von Baustellen die Einfahrt in den Eichwald freigeben“, holt der Zweckverbands-Chef Horst Fiedler aus. Mittlerweile fließt der Verkehr wieder normal, doch einige Lkw-Fahrer, Paketzulieferer und Privatpersonen nutzen die Abkürzung weiter. „Wir selbst haben den Weg aufgezeigt“, bedauert Fiedler. Jetzt müsse eine Möglichkeit gefunden werden, die Nutzung als Schleichweg zu verhindern. Denn sonnst könnte es auf lange Frist noch teurer werden. „Wenn sich Busse, Autos und Lkw entgegenkommen, müssen sie an die Seite ausweichen und beschädigen die Straße.“ Er betont: „Allein ein Sperrschild reicht nicht.“

Derzeit tendiere die Stadt zu einer Schranke, wie Zweckverbands-Geschäftsführer Steffen Schurr verrät. Er berichtete auch von unappetitlichen Details: „Die Lkw-Fahrer halten hier teilweise auch ihre Pausen ab und wir finden immer wieder unschöne Hinterlassenschaften.“ Müll sei da noch harmlos.

Um künftig die unerlaubten Nutzungen zu unterbinden, seien die 20 000 Euro eingestellt worden. „Das ist das, was sich hinter der Maßnahme versteckt. Wir wollen keinen Ausbau.“ Und Bürgermeister Horst Fiedler ergänzte: „Eine Lösung für den Schleichverkehr brauchen wir in jedem Fall.“ Auch wenn der Busverkehr nicht mehr dort verläuft.

Teich neben dem Porsche-Areal

Verbandsversammlung: Einen Planungsansatz forderte Günter Dick für den Teich westlich der Auffüllung von Porsche. Bereits im Sommer hatte seine Fraktion moniert, dass dieser ausgetrocknet sei. Passiert sei seither nichts. Dem widersprach Steffen Schurr, der die Stelle mehrmals begutachtet hatte: „Man kann sehen, dass sich mittlerweile durch die Regenfälle Wasser angesammelt hat. Wir beobachten jetzt, ob es sich hält oder ob es tatsächlich ein Loch gibt.“ msc