Oberriexingen Oberriexinger Häckselplatz soll beim Lindenhof entstehen

Oberriexingen / RUDI KERN 30.03.2016
Der Oberriexinger Häckselplatz wird nun doch nicht neben der Biogasanlage gebaut. Der Gemeinderat stimmte jüngst einem angebotenem Standort beim Lindenhof zu.

Schon länger ist die Stadt Oberriexingen auf der Suche nach einem geeigneten Standort für einen Häckselplatz. Zunächst war der im Bereich der Biogasanlage projektiert gewesen. Obgleich festgehalten in einem städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und dem Unternehmen, ließ sich die Vereinbarung nicht realisieren.

Dagegen sprachen gesetzliche Bestimmungen. Das war bei einem Vor-Ort-Gespräch im November herausgekommen, zu dem Bürgermeister Werner Somlai und Vertreter der Bioenergie Oberriexingen, des Regierungspräsidiums Stuttgart, des Landratsamtes Ludwigsburg, der Stadt Vaihingen als zuständiges Baurechtsamt, der AVL als Entsorgungsträger des Kreises sowie des von der Stadt beauftragten Ingenieurbüros erschienen. Somlai berichtete jüngst im Gemeinderat, alle beteiligten Behörden, insbesondere das Regierungspräsidium und das Landratsamt, hätten erhebliche Bedenken geäußert. Das zur Verfügung stehende Areal für den Häckselplatz sowie der Raum für den Transportverkehr wurden als ungeeignet betrachtet. Im Vordergrund stand dabei die mangelnde Verkehrssicherheit.

Eine Alternative hatte sich nun im Bereich des Lindenhofes der Familie Schmid ergeben. Armin Schmid, Teilhaber und Geschäftsführer der Bioenergie, unterbreitete der Stadt das Angebot, auf dem Privatgelände zu bauen. In der Sitzung am Dienstag stimmte der Gemeinderat dem grundsätzlich zu. Man gehe davon aus, dass in diesem Bereich keine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz erforderlich werde, so Somlai. Die Verarbeitung des angelieferten Materials liegt in den Händen der Bioenergie. In Absprache von Armin Schmid und der AVL erfolgt der Abtransport des nicht verwertbaren Materials. Aus den zuständigen Ämtern habe die Stadt bisher positive Signale für die Standortalternative bekommen. Das Ratsgremium beauftragte die Verwaltung, das Baugesuch einzureichen.