Betreuung Neue Verträge für Kitas bei der Kirche

Vaihingen/Sachsenheim / aar 23.07.2018

Die evangelischen Pfarrer des Kirchenbezirks Vaihingen geben die Verwaltung ihrer Kindergärten aus der Hand. In Vaihingen und Sachsenheim wird ein gemeinsames Anmeldeverfahren und ein einheitliches EDV-Programm installiert. Es gibt zwei zentrale Ansprechpartnerinnen. Das wurde am Freitag im Vaihinger Gemeindehaus besiegelt.

Drei Jahre suchte der Kirchenbezirksausschuss nach neuen Strukturen (die BZ berichtete). Dabei ging es nicht nur um Professionalisierung und Entlastung der Verwaltung, die bisher der Pfarrer und viele nebenberufliche Kirchenpfleger stemmten. „Der immer größer werdende Verwaltungsaufwand drohte uns über den Kopf zu wachsen, wir sind an unsere Grenzen gekommen“, sagt Großsachsenheims Pfarrer Dieter Hofmann.

Von Anfang an sei es das höchste Ziel gewesen, den Kirchengemeinden auch in Zukunft die Entscheidung in wesentlichen religionspädagogischen und personellen Fragen zu lassen. Gleichzeitig sollte in den Bereichen Verwaltung und Personal eine wesentliche Entlastung erfolgen, unterstreichen die Beteiligten. Nach vielen Sitzungen hat der Kirchenbezirk nun eine Lösung gefunden, die als Pilotprojekt im ländlichen Raum gilt und von fast allen 20 Kirchengemeinden des Bezirks mitgetragen wird. In Zukunft werden Vaihingen und Sachsenheim jeweils einen einheitlichen Ansprechpartner haben. Für Vaihingen ist Monika Höschle die Kita-Koordinatorin, für Sachsenheim Anja Baisch.

Drei bleiben eigenständig

In Hohenhaslach und Ensingen bleiben die Kindergärten in Trägerschaft der Kirchengemeinden, auch Sersheim ist nicht dabei. „Das hat sich bei uns bewährt“, sagt Pfarrerin Karin Blanc in Übereinstimmung mit dem Hohenhaslacher Kollegen Michael Wanner. Beim Anmeldesystem sind sie jedoch eingebunden.

Für Sachsenheims Bürgermeister Horst Fiedler war es letztlich wichtig, „dass alle Kindergärten einbezogen wurden und ihre Besonderheiten behalten“. „Natürlich gibt es keine Gleichschaltung“, betont Dekan Reiner Zeyher, „es geht nur um die Professionalisierung der Verwaltung.“

Als Kosten werden rund 200 000 Euro pro Jahr genannt. Der Kirchenbezirk finanziert einen Anteil aus Umschichtungen bei Kirchenpflegen und Pfarramtssekretariaten. Den großen Batzen übernehmen die Kommunen. In Verhandlungen mit Vaihingen und Sachsenheim wurde die Aufstockung der Verwaltungspauschale von 2,5 auf jetzt 5 Prozent erreicht. Die neue Struktur soll bis zum 1. Januar 2019 stehen.

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