Kinderbetreuung Neue Staffelung und mehr Ganztag

Markgröningen / Yasina Hipp 08.06.2018

Die Nachfrage nach Ganztagesbetreuungsplätzen ist auch in Markgröningen hoch. Deshalb schafft die Stadt neue Ganztagesplätze. Gleichzeitig hat der Gemeinderat eine weitere Staffelung der Kita-Gebühren beschlossen.

„Eine Elternumfrage in der Kita Sudetenstraße hat ergeben, dass der Bedarf an Ganztageseinrichtung durchaus da ist“, berichtete Andrea Hartmann, Fachgebietsleiterin für Kultur, Bildung und Freizeit, am Dienstag im Gemeinderat. In der Sudetenstraße werden daher ab Februar 2019 Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten in Ganztagesgruppen umgewandelt. „Insgesamt werden in diesem Bereich dann 20 Kleinkindplätze im Ganztagesbereich geschaffen. 20 Plätze mit verlängerten Öffnungszeiten bleiben bestehen“, erklärte Hartmann. 

Bei den Ü 3-Kindern werden insgesamt rund 40 Plätze in Ganztagesplätze umgewandelt. Die Betreuungszeit wird wie im Kleinkindbereich von 7 Uhr bis 17 Uhr sein. Hartmann sagt einen erhöhten Personalbedarf und somit erhöhte Personalkosten voraus. Sabine Burgi von der CDU meinte: „Ganztagesplätze sind hier in Markgröningen eh schon rar, deswegen sollte die Stadt einen Nachweis über den Bedarf einer Ganztagesbetreuung von den Familien fordern.“ Neben der CDU stimmten die Stadträte der SPD, der Freien Wählern und der Grün-Alternative Liste der Ausweitung der Ganztagesbetreuungplätze zu.

Zweite Mensa

„Im Zuge der Ganztagesbetreuung brauchen wir natürlich auch ein entsprechendes Verpflegungsangebot“, schloss Bürgermeister Rudolf Kürner an. Für den Neubau einer zweiten Mensa im dritten Bauabschnitt der Kita Sudetenstraße geht es nun in die Ausschreibung.

Änderungen gibt es auch bei den Kita-Gebühren in Markgröningen: .„Wir werden die Beiträge der Eltern in Zukunft eigenständig kalkulieren“, erklärte Hartmann. Bisher wurden die Beiträge analog zu den Empfehlungen des kommunalen Landesverbandes angepasst. Hartmann präsentierte den Stadträten einen Vorschlag, der ab September in Kraft treten soll: „Bisher gibt es innerhalb der Ermäßigungsstufe zwei Abstufungen. Bei der erhöhten Beitragsstufe jedoch nicht, hier wollen wir eine zweite Stufe einfügen.“ Somit fallen für diese Stufe 115 Prozent des Regelbeitrages an, für die bereits bestehende erhöhte Beitragsstufe bleibt der Anteil bei 130 Prozent, unter die zukünftig Einkommen über 100 000 Euro fallen. Auch die anderen Einkommensstufen werden um 8000 bis 12 000 Euro höher angesetzt. 

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