Nach zwei Jahren ist es im Sachsenheimer Schützenhaus erneut zu einem Pächterwechsel gekommen. Joseffina Bonvissuto ist die neue Pächterin.

In den letzten Jahren gab es hinsichtlich der Pächter viele Veränderungen. Zuletzt übernahm im November 2016 ein neuer Pächter die Gaststätte am Eichwald, nachdem die zwei Pächterfamilien, die das Lokal zuvor 25 Jahre betrieben, gekündigt hatten. Grund war, dass einer der vier Pächter  gestorben war und eine große Lücke hinterlassen hatte.

Der Vorgänger der jetzigen Pächterin bleib bis Oktober 2018. Während seiner Pachtzeit hatte der Verein die Terrasse der Gaststätte vergrößert und neu möbliert, mit der Hoffnung, dass ins Lokal mehr Leben reinkommt. Doch es lief nicht, wie es laufen sollte. „Leider hat es mit ihm zwischenmenschlich nicht geklappt. Und es gab finanzielle Rückstände“, begründet der erste Vorsitzende des Schützenvereins, Werner Pfohl, die Tatsache, dass es erneut einen Wechsel gab.

Nachdem der alte Pächter ging und Insolvenz anmeldete, blieb die Gaststätte sechs Wochen geschlossen. Auch wenn es laut Pfohl recht schwer sei, schnell neue Bewerber zu finden, klappte es dieses Mal wieder recht zügig. Seit Dezember betreibt die Italienerin Joseffina Bonvissuto das Lokal. „Sie beherrscht das Kaufmännische ganz gut“, sagt Pfohl. Zwar ist es ihr erstes Mal als Pächterin, doch sie hat Unterstützung. Ihr Lebensgefährte und Koch, Martin Grieco, ist von Kindesbeinen an in der Gastronomiebranche tätig. Er arbeitete von klein auf im Familienunternehmen seiner Eltern und freut sich auf seinen neuen Arbeitsplatz in Sachsenheim. Wenn er über Werner Pfohl und den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, Dieter Mundinger, spricht, sagt er: „Ich war gleich von den Herrschaften begeistert.“

Der 39-jährige Koch ergänzt: „Wir bieten deutsches regionales Essen an, angehaucht vom italienischen Flair.“ Auf der Speisekarte stehen regionale schwäbische Gerichte sowie Pasta, Fleisch- und Fischgerichte. „Dauerhaft gute Qualität ist uns wichtig“, sagt Grieco, der bereits im Schwanen in Vaihingen und im Schwäbischen Hof in Markgröningen gearbeitet hat.

Das Schützenhaus ist recht groß. In der Gaststätte am Eichwald gibt es genügend Platz für 60 Personen. In einem Raum oberhalb des Lokals befindet sich ein großer Saal. „Hier passen bis zu 100 Gäste rein“, so Pfohl. Zusätzlich besteht noch ein kleiner Saal für bis zu 16 Personen.

Im Schützenhaus befinden sich außer dem Lokal noch drei Schießbahnen, zwei fürs 25-Meter und eine weitere fürs 50-Meter-Schießen. Auf den 25-Meter-Bahnen wird mit Pistolen und Revolvern geschossen und auf den 50-Meter-Bahnen mit Gewehren. Auch Bogenschießen gibt es beim Verein und Schwarzpulverschießen mit Replika alter Waffen. Aus Sicherheitsgründen werden die Bahnen mit sechs  Kameras überwacht.

Willkommen im Verein ist jeder, doch wird laut Pfohl großer Wert darauf gelegt, wer alles schießen darf. Menschen, „denen es nur ums Ballern geht“, sind nicht erwünscht. Schießen sei eine Sportart und keine Möglichkeit, sich und anderen etwas zu beweisen. Und Sicherheit geht vor: Sobald zwei schießen, ist eine Aufsicht, die  eine Befähigung zur Standaufsicht besitzen muss, da.