Eröffnung Modernste Filiale im Kreis

Das extreme Weitwinkel verzerrt die Größenverhältnisse der „VR-SISy“-Box in der Filiale der VR-Bank Neckar-Enz in Kleinsachsenheim. Grund genug, mit einem Glas Sekt auf die neue Einrichtung anzustoßen, gab es trotzdem – und auch das funktionierte per Live-Chat (von links): Timm Häberle, Katrin Niebling, Heiko Herbst (VR-Bank) und Bürgermeister Horst Fiedler.
Das extreme Weitwinkel verzerrt die Größenverhältnisse der „VR-SISy“-Box in der Filiale der VR-Bank Neckar-Enz in Kleinsachsenheim. Grund genug, mit einem Glas Sekt auf die neue Einrichtung anzustoßen, gab es trotzdem – und auch das funktionierte per Live-Chat (von links): Timm Häberle, Katrin Niebling, Heiko Herbst (VR-Bank) und Bürgermeister Horst Fiedler. © Foto: Richard Dannenmann
Andreas Lukesch 13.06.2018

Mit Superlativen geizte die VR-Bank Neckar-Enz am Dienstag nicht, als sich Bankvorstände Timm Häberle und Heiko Herbst gemeinsam mit Bürgermeister Horst Fiedler auf den Umbau der Filiale in Kleinsachsenheim anstießen. Die „modernste Bankfiliale im Landkreis“ nennt sie Häberle – und das aus gutem Grund. Nach dem Pilotprojekt in Vaihingen stellt die VR-Bank ihren Kunden nun die erste Innerorts-Filiale mit Live-Chat zur Verfügung.

Das Besondere: In Kleinsachsenheim trifft die klassische Schalterwelt auf modernste Videotechnik. „VR-SISy“ (Service-Interaktiv-System) nennt die VR-Bank ihr Chat-Angebot. In einem kleinen Raum tritt der Kunde vor einen Bildschirm und wird dort von einer Mitarbeiterin des „SISy“-Teams begrüßt.

Die sitzt in der Telefondienst-Zentrale der VR-Bank in Freiberg, kann aber via Direktübertragung mit dem Kunden alle wichtigen Transaktionen, die im Bankgeschäft anfallen, persönlich besprechen und durchführen (die BZ berichtete).

Ohne Knöpfe, ohne Anleitung

Der Umgang mit „SISy“ ist denkbar einfach. Es müssen keine Knöpfe bedient und keine umständlichen Anleitungen befolgt werden. In der „SISy“-Box reichen eine Kamera zum Scannen von Dokumenten und ein Pad zum Unterschreiben. „Der Zugang ist extrem niedrigschwellig. Das kommt an, nicht nur bei jüngeren Kunden. Wer einmal mit ,SISy’ zu tun hatte, kommt immer wieder“, ist sich Häberle sicher.

Und er ist derart überzeugt von dem Konzept, dass kommende Woche auch bei der hoch frequentierten  VR-Bank in Freiberg „VR-SISy“ an den Start geht. Dass Kleinsachsenheim noch früher verwirklicht wurde, hat vor allem bauliche und strukturelle Gründe. Als die nicht barrierefreie Geschäftsstelle zum Umbau anstand, musste der Bankvorstand entscheiden: Filiale schließen oder neu bauen.

Man entschied sich für den Umbau und die Ausstattung mit „SISy“, denn so Häberle: „Wir wollen uns nicht vom Filialprinzip verabschieden, das ist unsere Stärke. In Kleinsachsenheim wohnen aber viele Pendler, denen wir mit der neuen Filiale einen erweiterten Service anbieten können.“ Will heißen: Die Geschäftszeiten sind durchaus arbeitnehmerfreundlich, „SISy“ hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Hinzu kommt: Zumindest für eine noch unbestimmte Übergangszeit bleibt die Geschäftsstelle in Kleinsachsenheim auch traditionell besetzt. VR-Bank-Mitarbeiterin Martina Bluhm steht in der Filiale auch künftig für Beratungsgespräche (nach Vereinbarung) zur Verfügung.

Sichtlich zufrieden gab sich Bürgermeister Fiedler, dass sich die VR-Bank für Sachsenheim als Standort einer „VR-SISy“-Filiale entschieden hat. „Toll ist, dass die Kunden hier die neuen medialen Möglichkeiten nutzen können, ohne sich mit neuen Medien auskennen zu müssen.“

Zu jener Gruppe gehört der Bürgermeister übrigens nicht. Er erledigt seine Bankgeschäfte nach eigenem Bekunden ausschließlich online.