Sachsenheim Mehrkosten bei Sanierungsmaßnahmen: Kirbach-Brücke wird teurer

Die Langmantel-Brücke in Hohenhaslach muss saniert werden. Die Arbeiten werden teurer als erwartet.
Die Langmantel-Brücke in Hohenhaslach muss saniert werden. Die Arbeiten werden teurer als erwartet. © Foto: Martin Kalb
RUDI KERN 20.04.2013
Der Technische Ausschuss (TA) der Stadt Sachsenheim hat sich am Donnerstag mit der Vergabe der Sanierungsleistungen für die Langmantel-Brücke auf der Markung Hohenhaslach befasst. Ende Mai ist Baubeginn.

Die Brücke über den Kirbach, die für die Zufahrt zum Anwesen Langmantel in Hohenhaslach sorgt, ist in die Jahre gekommen. Zuletzt wurde aufgrund des schlechten baulichen Zustands der gewölbten Steinbrücke die Nutzungsbeschränkung für Fahrzeuge knapp gehalten. Nur bis zu sechs Tonnen Gewicht waren erlaubt. Bereits im November 2011 hatte der Gemeinderat grünes Licht für die Sanierung der Brücke gegeben. Nach einer ersten Kostenschätzung ging man damals von rund 80.000 Euro aus. Im Zuge der Genehmigungsverfahren wurden jedoch zusätzliche Festlegungen getroffen. Gefordert wurde überdies von der beim Landratsamt für Gewässer zuständigen Behörde eine Sanierung der Uferbefestigungen. Im Ober- und Unterlauf sollen die Mauern mittels Steinpackungen oder Gabionen verstärkt werden. Auch dem Wunsch der Ratsmitglieder, auf eine Konstruktion mit einem Stahlgeländer zu verzichten, wurde nachgekommen. In der TA-Sitzung am Donnerstag äußerte sich Günter Dick (GLS) zufrieden über die Gestaltung mit der Begrenzungsmauer statt des ursprünglich angedachten modernen Geländers. Die vorgeschriebene Mauerhöhe mit 1,25 Meter fand Hugo Ulmer (CDU) indes etwas zu massiv in der Optik.

Das Natursteinkonstrukt sei ebenfalls mit den landwirtschaftlichen Gremien abgesprochen worden, so Tiefbauamtsleiter Volker Armbruster zum Genehmigungsverfahren für die nach der Sanierung mit 30 Tonnen belastbaren Brücke. Voraussichtlich von Mitte Mai bis Ende Juli würde die Sanierung dauern und der komplette Weg gesperrt sein - auch für Fußgänger.

Das Ganze wird jedoch teurer. Nach der überarbeiteten Kostenberechnung Mitte März war man von Bruttokosten von über 100.000 Euro ausgegangen. Das preisgünstigste und wirtschaftlichste Angebot der Firma Brand aus Bretten liegt gar bei 122.485,21 Euro. Nach wie vor sei eine Bauzeithochphase, erklärte der Technische Beigeordnete Gunter Albert den "Preisverfall nach oben". Einstimmig gewährte der TA die überplanmäßige Ausgabe von 17.500 Euro. Von Seiten der Verwaltung wurde zur Deckung vorgeschlagen, die bereitgestellten Mittel für die Planung der Verkehrsanlage Seepfad zu verwenden. Die Umsetzung dieser Straßenbaumaßnahmen würde größeren Umfang annehmen und "könne 2014 nicht im Schweinsgalopp durchgezogen werden", so Albert vorausschauend.