Ausgestattet mit neongelben Besucherwesten führte Produktionsleiter Rolf Maulbetsch die rund 20 Teilnehmer des Leser-Aktiv-Sommers der Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung am Dienstagnachmittag durch die Hallen des Getränkeherstellers Alwa in Sersheim.

Nach einem kurzen Einblick in die Firmengeschichte ging es für die Leser dann auch gleich, vorbei an sechs 240 000-Liter-Wassertanks, in die Halle der PET-Einweganlage. Dort werden sowohl die Säfte als auch das Mineralwasser aus zwei Quellen  – der Alwa- und der Aqua-Vitale-Quelle – abgefüllt. „Das Fontanis-Wasser aus Spielberg kommt mithilfe einer Pipeline hier an und wird auch in PET-Flaschen gefüllt, weil es dort nur eine Glasflaschen-Anlage gibt“, sagte Maulbetsch.

Nachdem es den Rohling einer solchen Einweg-PET-Flasche zu sehen gab, zeigte der Produktionsleiter den Lesern den Entstehungs- und Abfüllweg der Flaschen, die zum Schluss gebündelt zu Sechserpacks auf Europaletten verschickt werden. „Wir können hier in einer Stunde 28 000 Flaschen, egal welcher Größe, abfüllen“, sagt er. Am Tag verarbeitet das Unternehmen so rund eine Million Liter Quellwasser in rund 1,4 Millionen Flaschen.

Neben der PET-Einweg- gibt es in Sersheim auch eine PET-Mehrweganlage. „PET-Flaschen werden im Durchschnitt 25 Mal wieder neu befüllt, bis wir sie dann aussortieren müssen“, erzählte der Produktionsleiter. Im Vergleich dazu könne eine Glasflasche doppelt so oft befüllt werden, „das liegt auch daran, das Glas einfach hygienischer ist“. Vorbei an der Waschanlage, die das zurückgebrachte Leergut reinigt, und dem Deckelabschrauber geht es zur Fremdstofferkennung. „Hier riecht die Maschine quasi in die Flaschen. Wenn der Verbraucher nämlich andere Flüssigkeiten in die PET-Flasche gefüllt hat, zum Beispiel Benzin, dann können wir die Flasche nicht weiterverwenden, weil der Kunststoff den Geruch und den Geschmack annimmt“, sagte Maulbetsch. Die Deckel werden aber gesammelt und zu Kunststoffteilen wie beispielsweise Autostoßstangen weiterverarbeitet, erzählte er weiter.

Auch unzählige markenfremde Flaschen kommen bei Alwa in Sersheim an. „Die werden von uns gesammelt und dann zurückgetauscht, denn die anderen Hersteller sind auch froh, wenn sie ihre Flaschen wiederbekommen. Da fahren hier regelmäßig ganze Lkw-Ladungen vom Hof“, sagte Maulbetsch. In die Befüllungsabteilung konnten die BZ-Leser nur durch die Glasscheibe schauen, denn dort herrsche „oberste Reinheit“. In der Kelterei sahen die Teilnehmer dann zum Abschluss noch die beiden Apfelpressen des Getränkeherstellers, in denen pro Saison bis zu 10 000 Tonnen Äpfel zu Saft gepresst werden.

„Seit Jahren kaufen wir Getränke dieser Marke.“

BZ-Leserin Renate Enchelmaier aus Bietigheim-Bissingen: „Ich hatte bisher kein Glück, zu den Auserwählten zu gehören, die an den Führungen des Leser-Aktiv-Sommers teilnehmen, aber jetzt bin ich bei Alwa dabei und sehr gespannt, was mich hier erwartet. Wir trinken zu Hause selber seit Jahren Getränke dieser Marke, und deshalb ist es gleich doppelt so spannend für mich. Ich bin gespannt, wie das Wasser aus dem Boden und die Säfte in die Flasche kommen und wo genau die Quelle des Wassers entspringt.“