Sachsenheim Laura Reicherts großer Tag

Laura Reicherts Schulranzen und Schultüte sind schon seit Tagen gepackt.
Laura Reicherts Schulranzen und Schultüte sind schon seit Tagen gepackt. © Foto: Helmut Pangerl
Sachsenheim / Von Michaela Glemser 14.09.2017

Die Vorfreude bei Familie Reichert ist groß. Mama Rebekka backt in der Küche den Kuchen für den Einschulungstag, die kleine Schwester Nina versucht, einen Blick in die prall gefüllte Schultüte zu werfen. Und die künftige Schülerin Laura ist schon ganz nervös, wenn sie an Freitag denkt. An diesem Tag wird Laura in die erste Klasse der Kirbachschule in Hohenhaslach eingeschult. „Ich freue mich schon sehr auf die Schule, denn für den Kindergarten bin ich jetzt einfach schon zu alt“, erklärt die Sechsjährige und betrachtet stolz ihren neuen Schulranzen mit den Glitzerpferden, „ich will Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. In den Pausen werde ich mit meinen Freundinnen spielen.“

Im Schulranzen stecken seit Tagen ordentlich alle nötigen Hefte und Ordner. Im Federmäppchen reihen sich die gespitzten Stifte. Laura ist bereit für ihren großen Tag, der im Leben der Familie Reichert so einiges verändern wird. „Ich denke, dass es morgens ein wenig stressiger bei uns werden wird, denn Laura muss künftig sehr pünktlich aufstehen. Da ich jedoch berufstätig bin, waren die Kinder bisher teilweise auch schon um 7.30 Uhr im Kindergarten, sodass der Einschnitt nicht ganz so groß sein wird“, erklärt Rebekka Reichert.

„Ein komisches Gefühl“

Die Mutter versucht, sich über die kommenden Veränderungen nicht allzu viele Gedanken zu machen. „Sicherlich werden die Hausaufgaben eine Herausforderung werden. Ich möchte Laura gerne dabei begleiten und hoffe auf das Verständnis meiner jüngeren Tochter Nina“, meint Rebekka Reichert in Richtung ihrer Vierjährigen schmunzelnd, die gerade singend durch’s Wohnzimmer tanzt. Aufregend ist es für die Familienmutter aus Hohenhaslach natürlich auch, dass Laura künftig ihren Schulweg alleine meistern wird. „Wir haben dies im Vorfeld genau geübt. Laura hat mit ihrer Freundin einen Treffpunkt vereinbart, von dem aus die beiden Mädchen gemeinsam gehen werden, sagt die Mutter, „ich weiß, dass Laura ihren Schulweg sehr zuverlässig zurücklegen wird, aber dennoch ist es ein komisches Gefühl, die Tochter erstmals alleine aus dem Haus zu lassen.“

Papa Reiner Reichert ist es wichtig, dass sich seine Tochter in ihrer Klasse und in der neuen Schule wohlfühlt. „Sie kennt die Schule schon von früheren Besuchen und hat hoffentlich keine Probleme mit der Eingewöhnung. Wir haben viele Bücher gelesen, die vom ersten Schultag und den Abläufen in der Schule erzählen. Jetzt wird es Zeit, dass es endlich losgeht“, betont der Hohenhaslacher. Familie und Beruf zu vereinbaren, wird für die Eltern Reichert in Zukunft nicht einfacher. „Laura wird an der Kernzeitenbetreuung teilnehmen. Aber die Schulferien sind schon ein gewisses Problem. Wir werden dabei auf die Betreuungsangebote der Kommune zurückgreifen oder auf die Großeltern hoffen“, erläutert Rebekka Reichert.

Familienfest mit 20 Leuten

Omas und Opas, Tanten und Onkels werden mit Laura auch ihre Einschulung feiern. Rund 20 Menschen werden am Freitag im Hause Reichert zusammenkommen, um die stolze Erstklässlerin gebührend zu würdigen. „Laura hat sich Pizza, ihre Leibspeise, zum Mittagessen gewünscht. Anschließend gibt es noch Kaffee und Einschulungskuchen, dessen Aussehen noch eine Überraschung ist“, erwähnt die Mama geheimnisvoll.

Überall Pferdemotive

Sie hat in vielen Stunden die Schultüte ihrer Tochter selbst gebastelt und dafür eigens einen Pferdekopf aus Stoff genäht. „Pferde sind meine Lieblingstiere. Deshalb habe ich mir einen Schulranzen und eine Schultüte mit Pferden gewünscht. Wenn ich jetzt endlich richtig lesen kann, werde ich meiner Schwester Nina ganz viele Pferdegeschichten vorlesen“, verspricht Laura. Sie hofft, dass sie an der Kirbachschule eine nette Lehrerin bekommen wird. „Ich singe und male gerne. Fast jeden Tag habe ich im Kindergarten ein Bild gezeichnet. Ich weiß, dass es an der Schule einen Chor und eine Zeichen-AG gibt. Vielleicht kann ich dabei auch mitmachen“, meint Laura und lässt keinen Zweifel daran, dass sie bereit ist für die kommende Schulzeit mit allen ihren Abenteuern.