Sachsenheim Landfrau Sonja Heidler verrät ihr Hokkaido-Tiramisu-Rezept

Die meisten Menschen kochen oder braten Kürbis und bereiten ihn deftig zu. Die Hohenhaslacher Landfrau Sonja Heidler hat den Hokkaido aber auch als Dessertzutat entdeckt.
Die meisten Menschen kochen oder braten Kürbis und bereiten ihn deftig zu. Die Hohenhaslacher Landfrau Sonja Heidler hat den Hokkaido aber auch als Dessertzutat entdeckt. © Foto: Martin Kalb
MICHAELA GLEMSER 28.08.2013
Bei Sonja Heidler von den Landfrauen in Hohenhaslach steht der Kürbis im Herbst nicht nur beleuchtet neben der Haustür, sondern er kommt in allen möglichen Variationen als Mahlzeit auf den Tisch. Zum Beispiel als Tiramisu.

Er schmeckt aromatisch-nussig, seine Schale sowie sein Fleisch haben eine schöne Farbe, und er enthält viel Betacarotin sowie Kalium. Der Hokkaido zählt hierzulande zu den beliebtesten Speisekürbissen. Er stammt ursprünglich aus Japan und gehört botanisch gesehen der Gattung der Riesenkürbisse an. Doch er ist klein genug, um bequem in der Küche verarbeitet zu werden. Auch bei Sonja Heidler in Hohenhaslach steht der Hokkaido im Herbst oft auf dem Speiseplan. "Vor zwei bis drei Jahren erlebten Kürbisgerichte einen richtigen Boom. Das hing auch mit der vegetarischen Ernährungsweise zusammen, die immer mehr in den Fokus rückte. Ich habe Kürbis in der Küche aber schon immer gerne zubereitet", erklärt die Landfrau.

Sie ist dabei auch sehr experimentierfreudig. So genoss sie während eines Aufenthalts in einem Schönheitssalon ein Tiramisu der ganz besonderen Art. "Ich habe mir das Rezept dieses Kürbis-Tiramisus geben lassen und es zu Hause nachgemacht. Meine Bekannten waren vom Geschmack begeistert. Aber keiner kam von selbst darauf, dass in dem Dessert Kürbis steckte", erklärt Heidler. Das Rezept könne auch der Laie in der Küche mühelos und ohne Probleme zubereiten. Dazu werden 500 Gramm vom Hokkaido-Kürbis, von dem übrigens auch die Schale für den Verzehr geeignet ist, in Würfel geschnitten und gekocht oder gedünstet. Das überschüssige Wasser sollten Kürbisliebhaber abschütten und anschließend 150 Gramm Zucker, das Mark einer Vanilleschote und eine Prise Zimt zum gekochten Fruchtfleisch geben. Alles zu einem dicken Brei pürierten und schließlich erkalten lassen. In der Zwischenzeit können Hobbyköche 250 Gramm Mascarpone, 250 Gramm Magerquark, einen Schuss Eierlikör sowie 50 Gramm Honig oder Zucker gut miteinander verrühren.

"Wird die Mascarpone-Quark-Masse zu dick, kann sie mit etwas Milch verdünnt werden", empfiehlt Heidler. Danach muss eine eckige Form mit Löffelbiskuit ausgelegt werden, der in Fruchtsaft oder Espresso zu tränken ist. Darauf kommt eine Kürbismus-Schicht von rund einem halben Zentimeter Dicke. Diese wird wiederum mit einer Schicht Mascarpone-Quark-Creme bedeckt, worauf noch einmal Löffelbiskuitstücke verteilt werden, die ebenfalls zu tränken sind. Auf diesen sollte nochmals Kürbismus verteilt werden und darauf noch einmal die Mascarpone-Quark-Masse.

"Die Form mit dem Tiramisu muss nur noch zwei bis drei Stunden kaltgestellt werden. Zum Abschluss wird das Tiramisu noch mit Kakao bestreut", betont die Hohenhaslacherin. Sie arbeitet auch in der Schulküche der Kirbachschule mit und sorgt dafür, dass dort im Herbst regelmäßig Kürbisgerichte zubereitet werden. "Häufig wird der Kürbis für Suppen oder Gratins verwendet. Aber es gibt noch so viele andere leckere Rezepte. Kürbis ist gut verträglich und löst nahezu keine Allergien aus", macht Heidler deutlich. Noch dazu sei die Frucht äußerst kalorienarm, denn nur 25 Kilokalorien steckten in 100 Gramm Kürbisfruchtfleisch.